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Die “Health Care”-Gesundheitsreform: Sieg der armen Lämmer
Von Daniel Neun | 22.März 2010

Die Schlacht ist vorüber und das bislang Undenkbare ist geschehen: es wird den Menschen wieder besser gehen. Die seit dem Fall des östlichen Imperiums vor 20 Jahren im gesamten Einflussbereich der USA vorherrschende Agenda der Neokonservativen, der sich die Amerikanische Rechte, die Konservativen, sowie grosse Teile der Liberalen, Demokraten und Linken (nicht nur) in den Vereinigten Staaten von Amerika vor die Füsse geworfen haben, ist elementar geschlagen worden.
Gestern spät in der Nacht stimmte die US-Parlamentskammer Repräsentantenhaus mit 219 zu 212 Stimmen einem Gesetzentwurf zur “Health Care”-Gesundheitsreform zu, welcher von der anderen Kongresskammer Senat im Dezember bereits bewilligt worden war. Anschließend beschloss das Repräsentantenhaus mit 220 zu 211 Änderungen am eben abgesegneten Gesetz. Diese Änderungen können nun im Senat durch die absolute Mehrheit der 59 Senatoren der “Demokraten” gegen die 41 Senatoren der “Republikaner” beschlossen werden, ohne die vorher notwendige 60 zu 40 Mehrheit für umfassende Gesetzespakete.
Damit ist in der Republik USA ein fundamentaler Fortschritt für die Menschen erkämpft worden, für die Generationen von Demokraten ihr Leben lang gekämpft haben.
Ausnahmsweise sei hier auch der Präsident zitiert, der Demokrat Barack Obama. Wer fair ist, muss diesen Sieg auch ihm zurechnen. Warum und wieso er und die Parteielite der Demokratischen Partei sich letztlich entschlossen, entgegen aller Gewohnheit ein einziges Mal Wort zu halten, standhaft zu bleiben und zu siegen, zu siegen, das soll hier einmal außen vor gelassen werden.
“Heute Nacht, nach annähernd 100 Jahren des Redens und der Frustration, nach Dekaden des Versuchens und einem Jahr andauernder Anstrengung und Debatte, hat der Kongress der Vereinigten Staaten schliesslich erklärt, dass Amerikas Arbeiter und Amerikas Familien und Amerikas kleine Geschäftsleute die Sicherheit zu Wissen verdienen, dass hier, in diesem Land, weder Krankheit noch Unfall die Träume gefährden mögen, für deren Erreichen sie ihr Leben lang gearbeitet haben.
Heute Nacht, zu einer Zeit als die Experten sagten es sei nicht länger möglich, erhebten wir uns über das Gewicht unserer Politik. Wir hielten gegen den unzulässigen Einfluss von Sonderinteressen. Wir ergaben uns nicht dem Mißtrauen oder dem Zynismus oder der Furcht. Stattdessen bewiesen wir, dass wir immer noch Menschen sind, die imstande sind Grosses zu bewegen und unsere grössten Herausforderungen zu bewältigen.”
Der erbitterte Widerstand der Rechten, Konservativen und Neokonservativen gegen eine Gesundheitsversorgung und Krankenversicherung, die von der Gesundheitsindustrie nicht mehr einfach gekündigt werden kann wenn der Versicherte krank wird, ist durch mehrere Faktoren zu erklären. Logische, rationale, oder politische gehören nicht dazu.
Faktor Nr.1 war die in Jahrzehnten ins Unermessliche gewachsene Arroganz der neokonservativ geführten Rechten, sowie der damit einhergehende Aberglaube an die eigenen Lügen und Erfindungen. Eine von wenigen nahestehenden Konglomeraten beherrschte Informations- und Unterhaltungsindustrie bediente die fiktive Rechtfertigung für die eigenen Privilegien und den eigenen Wohlstand; dieser sei quasi rechtmässiges Geschenk Gottes gegenüber den faulen Armen, deren Elend und Leiden und Sterben an Krankheiten einfach nur gerecht sei. Diese Grundhaltung, diese Geisteshaltung wurde so regelmässig und rituell bedient, dass sie eine illusorische, sektiererische Selbstbestätigung beförderten, welche die Anhänger der Konservativen und Neokonservativen die eigenen Kräfte maßlos überschätzen liess; denn der weltweite Vormarsch der Neokonservativen Agenda in den letzten 20 Jahren lag nicht an deren Stärke – er lag an der Schwäche, der Korruption und der Feigheit ihrer Gegner, an derem schändlichen, erbärmlichen Verrat an allem, was ihnen im Staffellauf der Generationen in die Hände gegeben und anvertraut worden war.
Vor zwanzig Jahren endete in der Sowjetunion sowie ihrem Einflussbereich nicht nur ein jahrelanger Krieg in Afghanistan, sondern auch ein fundamentaler Reform- und Demokratisierungsversuch des leitenden Machthabers Michail Gorbatschow mit dem Zusammenbruch des Imperiums. Das führte in Europa und Amerika zu dem epischen Mißverständnis, dieses sei nicht etwa durch das ermöglicht worden, was den Westen von der Sowjetunion unterschied, sondern im Gegenteil genau durch diejenigen Kräfte ermöglicht worden, deren imperiale Vorstellungen sich von den sowjetischen bis heute in Nichts unterscheiden. Anstatt die eigenen Werte von Freiheit, Demokratie und Verfassung zu behalten und ohne die Erstarrung des Kalten Krieges endlich umsetzen, wurde nun nicht nur das zerfallene Imperium des Gegners assimiliert; es wurde ausserdem versucht, den eigenen Einflussbereich durch Schattenkriege, listenreiche geostrategische Konzepte und einen schleichenden, stetigen und skrupellosen Feldzug im Inneren in neue gigantische Sowjetunion alten Musters zu verwandeln. Als Mittel dazu diente die Einschüchterung der eigenen Bevölkerung vor selbst erfundenen Fantasie-Feinden und nicht existierenden, scheinbar allgegenwärtigen Bedrohungen. (DIE MACHT DER ALBTRÄUME – Episode II: Der Fantomsieg)
Der heutige Tag war nun, zumindest in den USA, wieder ein erste Schritt nach vorne, im wahrsten Sinne ein Fortschritt, nach sehr langer Zeit der Rückschritte.
Faktor Nr.2 war der mürrische Widerwille (auch) der Arbeitenden in den USA vor einer Verbesserung – vor jeder Verbesserung, vor irgendeiner Verbesserung ihrer Lage. Das ganze Gejammer von der vermeintlichen Ohnmacht des “kleinen Mannes”, dieser alles zersetzende Fatalismus, diese gewollte Apathie und Lähmung, dieser Glaube an die eigene Ohnmacht und Hilflosigkeit hat die Menschen so süchtig nach Niederlagen und Unterdrückung gemacht, dass sie jede schreiende Ungerechtigkeit nur noch zum Anlass nehmen um sich zu schauen, ob sich vielleicht irgendjemand darüber aufregt; tut es jemand, rammen sie diesem das Messer in den Rücken, lustvoll und freudig, die aufgezwungene, falsche Moral wieder bestätigt zu sehen – gegen Stärkere zu kämpfen lohnt sich eben nicht, nur gegen Schwächere.
So ist das Leben – wenn man den Verstand verloren hat und zu dumm ist für die Demokratie, zu verkommen für die Solidarität, eine Schande für die Menschheit und einfach nur so werden will wie der Chef, der Held aus der Seifenoper oder die Schlampe in der Werbung.
Faktor Nr.3 war eine grundfalsche Auffassung der elementaren Begriffe Freiheit und Unabhängigkeit. Diese erfasste viele konservative Intellektuelle, wie Alex Jones. Allein dass der Staat in gesellschaftliche Bereiche eingreift, schafft noch keine Unfreiheit. Wer das glaubt, ist gegen jede Art von Justiz außer der Selbstjustiz, gegen Polizei und für bezahlte Söldner, gegen jede Infrastruktur ohne Bezahlung, wie z.B. ein funktionierendes Strassen- oder Verkehrssystem (was auch die schärfsten Kritiker des Staates selbstverständlich in Anspruch nehmen), gegen kleinste und kleine Normierungen und Regelungen wie Schrauben die zu Muttern passen und letztlich auch gegen die Gewissheit, dass die Verfassung eben immer die Verfassung der Schwächeren ist, weil der Stärkere sie nicht braucht, sondern sich einfach holt was er haben will.
Die Freiheit des Menschen an Krankheiten zu leiden, zu vegetieren und zu sterben, nur weil er arm ist, wer das für Freiheit hält, der hat diese Freiheit nie kennengelernt. Darum ist er zu beneiden, bitte sehr, aber erwarte niemand, dass er sich mit dieser Auffassung von Freiheit in einem fairen demokratischen Wettbewerb durchsetzt. Da mögen sie “Stalinismus” und “Faschismus” geifern und hetzen wie sie wollen: wer krank ist, soll gesund werden. Und damit Schluss.
Faktor Nr.4 ist simpel und einfach: die kühl und rational kalkulierenden herrschenden Kreise und Familien in den USA – die Emotionen, Religionen, Stimmungen und Atmosphären je nach Bedarf über die Informationsindustrie hochkochen oder abkühlen lassen und für die eigenen Interessen einsetzen – wollten ein entscheidendes (vielleicht zentrales) Instrument zur Bevölkerungskontrolle behalten: die nackte Angst der Menschen vor einem Krankheitsfall in der Familie, die nackte Angst vor einem Verlust eines Arbeitsplatzes und damit der Krankenversicherung, und damit wiederum einen wichtigen Baustein in der nackten Angst der Menschen vor jeder Art von Autorität, ganz egal was diese mit einem macht.
Ein wichtiger Grund für die US-Amerikaner zu den Streitkräften zu gehen, ist die Krankenversicherung – auch für die Soldatenfamilien. Das Militär gehört zu den grossen Verlierern des gestrigen Tages, seine Niederlage ist größer als es zur Zeit den Anschein hat und diese Niederlage wird ab jetzt mit jedem Tag grösser werden, ganz im Gegensatz zur Zahl der im eigenen weltweiten Krieg dringend benötigten Rekruten.
Die Gläubigen der Klassengesellschaft haben mittlerweile vergessen, dass jede Macht des Menschen über den Menschen – und damit ihre eigene Macht – nur und ausschliesslich auf Gehorsam beruht; verschwindet der Gehorsam, verschwindet diese Macht, verschwinden die Privilegien der Wenigen, verschwindet damit auch ihre Kontrolle über diejenigen, die sie mittlerweile so gewohnt sind, dass sie mehr als jeder andere Angst bekommen bei dem Gedanken, wie sie sich selbst wohl ohne diese Manipulation und Fremdbestimmung aufführen würden. Man sollte diesen ganzen Hasenfüßen allesamt beruhigend ins Ohr flüstern: “Hey, Ihr seid gar nicht so schlecht. Traut Euch.”
Denn die Angst der “Lämmer” vor der Freiheit ist nicht die grösste Macht der falschen “Hirten” – viel grösser als die Angst der Schafe vor der Freiheit ist die Angst der Schafe vor den anderen Schafen. Und diese wird von den lieben, den fürsorglichen, den um die “Sicherheit” ach-so-bekümmerten “Hirten” im Schafspelz auch stets kräftig geschürt.
Wo nicht gewählt wird, kann man keine Demokratie lernen – zum Beispiel im Militär. Zum Beispiel am Arbeitsplatz. Zum Beispiel in den Konzernen, Ämtern, allen festgefügten Hierarchien. Zum Beispiel in der Schule. Zum Beispiel im College oder an der Universität.
Aber wo sollen die Menschen überhaupt Demokratie lernen? Wo?
Jeder der rechnen kann, weiss, dass die Armen und Arbeitenden in der Mehrheit sind. Jeder der die reale Politik kennt, weiss, dass es deswegen in den “Parteien” nur darum geht die Armen und Arbeitenden am Zählen zu hindern. Eine “Partei” für die Armen und Arbeitenden würde den Wohlstand der gesamten nichtsnutzigen Parteien-Kaste insgesamt gefährden. Sie würde sofort gewählt werden und jeden Gegner schlagen. Die Reichen und Privilegierten haben nichts als ihre Lügen, ihre Macht- und Geldmittel und ihre Arroganz auf ihrer Seite – aber ganz bestimmt nicht irgendeine Mehrheit. Das wissen sie und deshalb tun sie stets das Einzige, was ihnen überhaupt den Sieg bringen kann – den Gegner zu bestechen, bzw. seine Verantwortlichen, seine Vorsitzenden, seine Führungsfiguren, seine “Hirten” einzukaufen. Das wird ihnen auch immer wieder gelingen. Es sei denn, der Druck der wütenden armen Lämmer ist so groß geworden, dass er sich sogar in eine “Partei” und ein überwiegend als abgetakelte Schmierenkomödie zu bezeichnendem Parlament der Postmoderne im 21.Jahrhundert hineindrückt.
Die einzige Lösung gegen die Reichen und Privilegierten substanziell und dauerhaft zu gewinnen, ist, keine Verantwortlichen, Vorgesetzten, Vorsitzenden, Führungsfiguren oder “Hirten” mehr zu haben, sondern die Fähigsten für eine bestimmte Zeit in einen bestimmten Job zu wählen und den Rest einfach rauszuschmeissen. Wer dazu zu dumm ist, soll sich eben einen Chef suchen, aber verdammt nochmal über Demokratie, Politik und Freiheit schweigen.
Die “Schafe” überall auf diesem Planeten sollten zuerst einmal dafür sorgen, dass es allen anderen Schafen nur bis zu einem gewissen Maß schlechter geht als ihnen selbst. Wenn diese Grenze durch die privilegierten Schafe und ihre “Hirten” im Schafspelz überschritten wird – zuerst verschämt, fast verschmitzt, dann jahrzehntelang, immer hemmungsloser und schliesslich quasi aus Gewohnheitsrecht – dann erzeugt der Versuch diese ganze feudale Ungerechtigkeit wieder herum zu drehen, meist bei allen Beteiligten Schmerzen.
Im besten Falle sind das Schmerzen im Kopf, genannt Kopfschmerzen. Das kommt in der Unterschicht daher, dass ein sehr untertrainierter Muskel wieder beansprucht wird und in der Oberschicht daher, dass einem trotz allerlei Versuchen nichts mehr einfällt um genau das zu verhindern.
Die Reichen und Privilegierten sollte mit diesen Schmerzen zufrieden sein. Sie sollten sich vielleicht sogar dafür bedanken – auch wenn es dagegen keine Versicherung gibt.
Quelle: http://www.nytimes.com/2010/03/22/health/policy/22health.html
Topics: Kommentar, Politik | 20 Kommentare »
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22.März 2010 at 14:42
Hey, Daniel, deine Rede für die Menschen ist einfach grossartig. Die gehört in Stein gemeiselt!
Wer es nach diesen anschaulichen leidenschaftlichen Worten für ein Miteinander und lohnenswerte Zukunft immer noch nicht begreift, dem ist nicht zu helfen.
Was macht den Menschen wirklich aus?
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22.März 2010 at 14:50
also ich habe in anderen artikel das ganze eigentlich so verstanden, dass die “health care reform” mal wieder nur den versicherungsfirmen und der pharmaunternehmen hilft. dahingehend haben sich auch Stephen Lynch, Howard Dean, Dennis Kucinich geäußert!
der gesetzentwurf soll sehr nahe an ausarbeitungen des fachverbands der versicherungsunternehmen angelegt sein!?!?
das alles hört sich wie immer ganz danach an, als wenn diejenigen, die die fette mark einstreichen auch die sind, die alles ausgearbeitet haben. erinnert mich ein wenig and das spektakel bei der finanzkriese, wo auch die bankster alles ausgearbeitet haben und nur noch JA & AMEN gesagt wurde……
hmmm mal schauen, ob die aktien der beteiligten unternehmen steigen oder fallen.
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22.März 2010 at 16:08
@ Dummie 2010,
diese Gesundheitsreform lässt Millionen Amerikaner immer noch ohne Krankenversicherung. Auch eine staatliche Krankenversicherung wird es nicht geben.
Dennoch ist dieses Gesetzespaket im Verhältnis eine enorme Verbesserung des Status Qou. Und das ist der Fortschritt.
22.März 2010 at 20:24
Hallo Daniel,
ich bin mir nicht sicher, ob bei diesen Gesetz Jubel angebracht ist. Meines Wissens nach beinhaltet das Gesetz Regelungen, welche alle Leistungen verschlechtern. Ziel Obamas war es 30 Mrd. $ zu sparen. Außerdem ist, so es nicht noch geändert wurde, eine Regelung enthalten, die Personen, welche als “gesellschaftlich nicht mehr relavant” betrachtet werde (und dazu gehören auch KINDER) bei schweren Erkrankungen die Leistungen verweigert werden kann (soll). Diese Entscheidung wird dann durch eine Kommission getroffen, in der nur Ökonomen sitzen und keine Ärtze und die nur dem Präsidenten unterstellt sind. Das orientiert sich am englischen NICE System und ist alles andere als gut. Lies da noch mal nach.
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22.März 2010 at 20:34
@Berater,
da Du schon nachgelesen hast, setz doch einfach die Quelle rein.
22.März 2010 at 22:12
http://www.propagandafront.de/obamas-gesundheitsreform-es-geht-um-die-bereicherung-der-banker-und-von-wall-street.html
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23.März 2010 at 08:59
anscheinend betrachten auch andere diesen “gewinn für das volk” eher skeptisch.
& bei aller liebe ist diese skepsis auch angebracht!!! wenn man bedenkt, was bis jetzt so glorreiches vom “mächtigsten” mann der welt, seid seiner amtseinführung, doch alles so geleistet wurde.
das erinnert mich nur noch an ein trauerspiel & ich finde es schade, das selbst auf dieser seite applaus gespendet wird für so einen SCH$%&§…….
)o;
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23.März 2010 at 10:04
Natürlich können wir jetzt alles wieder in einen alles erfassenden Apathozynismus auflösen. Die symbolische Wirkung dieses Gesetztes kann aber gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Wer auf der reinen Lehre beharrt, hilft oft den Menschen kaum. Das heißt nicht, dass das Gesetz perfekt ist. Den Republikaner-(…) den Stall zu überlassen und im Kleinklein zu verbleiben, wäre aber sicher auch nicht die bessere Lösung gewesen.
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23.März 2010 at 11:37
Wenn im Nebel etwas sichtbar wird, weiß man immer noch nicht, was es im Ganzen ist.
Die Spitze des Eisberges sagt noch nichts über seine Größe.
Symbole verbergen den Nichtwissenden das Entscheidende.
Ganze Dinge sind einfach, wie die Wahrheit selbst. Nur halbe Sachen sind kompliziert. H.v.Doderer
Leichter durchschaubar: In Italien läßt oder ließ Berlusconi mit dreitausend Bussen aus allen Ecken Leute für eine Großdemo herankarren – Demo-Thema: Nur Liebe besiegt den Neid und den Haß. Geradezu edel? war Meldung des tagesanzeiger.ch
Für Eindeutigkeit und Klarheit…..:
Dr.Martin Luther King: Ich glaube, dass die nackte Wahrheit und bedingungslose Liebe das letzte Wort haben werden.
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23.März 2010 at 11:48
@edmund
das zur symbolischen wirkung!! sie wird irgendwann nicht mehr nur symbolisch sein, sondern viele menschen leiden lassen.
http://www.wsws.org/de/2010/mar2010/care-m23.shtml
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23.März 2010 at 12:54
[2.Versuch ... hier gilt ein Maximum von 1 Stück URL pro Post, oder?]
Über 2300 Seiten Gesetzestext sind’s wohl geworden, die es von der Verklausulierung her mit jedem EU-Schriftstück locker aufnehmen.
Kritiker sagen, es sei das Aus für alternative Medizin. Ärzte, die sich nicht an die künftigen Verschreibungsvorschriften der Regierung halten, sollen behördlich diszipliniert werden bis hin zum Lizenzentzug. Naja, in Punkto Einflussnahme der Pharmaindustrie auf so ein System können wir hier jedenfalls auf einschlägige Erfahrungen zurückgreifen.
Was mich aber wundert, ist, dass folgender Aspekt in der Berichterstattung fast nie Erwähnung fand: Damit die Regierungsbehörden Einblick in die Gesundheitsangelegenheiten der Bürger erhalten, gibt’s natürlich eine staatliche, medizinische Datenbank.
Obama hat die gleich am Anfang seiner Amtszeit per Stimulus-Bill gesponsort (Link deaktiviert):
http //www.cnsnews.com/news/print/43463
Und nach meiner persönlichen Einschätzung soll die Geschichte hierin münden:
“Microchip Implant to Link Your Health Records, Credit History, Social Security”
http://tinyurl.com/ycfoteh
… man wird sehen. Ohnehin wird es da wohl noch Verwerfungen geben. Stand gestern haben 38 Bundesstaaten angekündigt, gegen diese Gesetzgebung zu klagen. Desweiteren hat die Obama-Administration zeitgleich mit der Verabschiedung der Health Care Bill kräftig “Jobs, Jobs, Jobs” kreiert, indem die IRS beauftragt wurde, 16.000 bewaffnete (!) Beamte einzustellen, um die Gesundheitsgesetzestreue seitens der Bürger sicherzustellen. Dies wiederum hat die Militias im ganzen Land (Bürgerwehren) aktiviert.
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23.März 2010 at 15:28
Ich hoffe, dass es im Zuge dieses Gesetzes dann nicht etwa im Sonderangebot zehn Impfungen für den Preis von fünf gibt (warum ich das befürchte? s. “Virus-Wahn” von Engelbrecht und Köhnlein).
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23.März 2010 at 17:44
Einfach mal bei der BüSo (http://www.bueso.de) oder Infokrieger reinschauen. Da werden einige Aspekte beleuchtet, die im flächendeckenden Medienallerlei unterschlagen werden.
Wieso ist dieses Gesetz über 1000(!!!!!!) lang? Wieso wurde es unter massivsten Druck durch das Abgeordnetenhaus gepeitscht?
Jeden halbwegs aufgeweckten Europäer trifft sofort ein gewaltiges De´ja vu! (Die Lissabon-Schande). Wieso soll etwas so wichtiges unter Mißachtung des Mitbestimmungsrechts der Bürger – möglichst unleserlich verpackt – etabliert werden? Cui bono?
Mißtrauen ist dieser Zeit unerläßlich – dort, wo er auch angebracht ist.
Wenn etwas – auch noch unnötig – verkompliziert wird, dann soll damit etwas anderes verborgen werden.
Das ist jedenfalls meine Erfahrung und Überzeugung.
Ich glaube, hier sollte man nicht gutgläubig sein.
Auch wenn auch ich Obama einige Vorschußlorbeeren gegeben habe, bin ich bis jetzt mehr als enttäuscht von ihm.
Man sollte halt alles zuerst prüfen.
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23.März 2010 at 17:58
Hallo Nikola. Dann prüf doch mal und setz hier eine nachprüfbare Quelle rein.
Hallo Thomas. In dem Artikel von Propagandafront steht auch nichts über das Gesetz selbst und welche praktischen Folgen es hat. Dagegen wurde die Kritik von linken Demokraten wie Howard Dean und Dennis Kucinich erwähnt, denen die Reform lange nicht weit genug geht.
Aber wie passt das zu Aussagen der Rechten und Konservativen, die im gleichen Atemzug was vom Stalinismus und Sozialismus erzählen, weil sie überhaupt keine gesetzlich vorgeschriebene Krankenversicherung wollen, sondern weiterhin jederzeit kündbare Willkür der Gesundheitsindustrie und Versicherungskonzerne?
Bisher hat noch niemand ein praktisches Beispiel mit Quelle angegeben, welches belegt, dass es einem einzigen Bürger (unterhalb der Oberen Zehntausend) in den USA durch die Health Care-Reform schlechter geht als vorher – nirgendwo. Aber die ganze Zeit wird überall den Arbeitenden in den USA noch das letzte bisschen unter´m Fingernagel geneidet.
Sollen sie doch Kuchen fressen oder was?! Sapiens, Sapiens..
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23.März 2010 at 23:05
[...] ganz bewusst die deutlich davon abweichende Meinung gegenüber, die Daniel Neun in seinem Artikel Die „Health-Care“ – Gesundheitsreform: Sieg der armen Lämmer äußert. Die Entscheidung, welche der Darstellungen der zu erwartenden Realität eher entsprechen [...]
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24.März 2010 at 00:56
Es wurde nach Quellen gefragt? Bitte, Lesen bildet: http://nutze-deine-freiheit.blogspot.com/2010/03/obama-fursorge-ist-ein-eugenikprogramm.html
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24.März 2010 at 01:47
Hi soundchiller, hi everybody.
Die im verlinkten Artikel erwähnten Paragrafen, die (nach erstem Eindruck) eine Definition von “lebenswertem Leben” darstellen, haben keinen eugenischen Hintergrund. Sie haben den Hintergrund, dass die Gesundheitsindustrie per gesetzlicher Definition dazu gezwungen werden musste, auch alte Menschen Gesundheitsversorgung und Krankenversicherung zur Verfügung zu stellen, ebenso lebensverlängernde Massnahmen und Medikamente – weil das bisher Augenblick nicht der Fall war. Weil es sich nach den Regeln “Wachstum und Beschäftigung”, “Profit”, “Shareholder Value” und dem ganzen anderen krankem Bullshit nicht “lohnt” das zu tun.
Hier einmal Berichte aus erster Hand von einer Seniorenseite.
http://seniors-site.com/index/Articles/Health/Insurance/Health+Insurance
Wenn hier irgendjemand glaubt, mich mit Huhu und Buhei auch nur einen Millimeter vom Kurs eines gnadenlosen, erbarmungslosen und siegreichen Kampfes gegen die erbarmungslose und gnadenlose Verwertungsmentalität des Kapitalismus und seiner Konzerne abzubringen, also da könnt Ihr warten bis ihr verdammt weiss werdet.
Ihr solltet zuerst einmal nachdenken, warum es überhaupt so etwas wie Gesetze gibt. Sie dienen im besten Falle dem Schutz der Schwachen. Dieser beste Fall ist hier der Fall, weil die Schwachen diese Gesetze durchgebracht haben und nicht die stärkere, skrupellose, machtbesessene Minderheit von elitären Familien in den USA, die alle der Teufel holen möge.
24.März 2010 at 16:02
Ich sehe das von Barack Obama ausgeführte Versprechen einer Gesundheitsreform auch als sehr großen Fortschritt. Hier und da könnte man freilich noch an ein paar Schrauben drehen, doch im Essentiellen, ist das Gesetzespaket als sehr großer Schritt in die richtige Richtung zu sehen. Wie man die Reform als sozialistisches Teufelszeug diffamieren kann, bleibt mir persönlich sehr schleierhaft!
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25.März 2010 at 13:20
nur mal zu kenntnisnahme….
um die heldentaten im richtigen licht betrachten zu können.
http://www.propagandafront.de/obamacare-das-amerikanische-volk-ins-nirwana-besteuern.html
http://www.propagandafront.de/obamas-gesundheitsreform-das-keulen-der-baby-boomer.html
ach ja & bevor jemand laut “JA” schreit, dass die pharmaindustrie in good old Germany demnächst die preise senken wird/soll… immer den artikel bis zu ende lesen. in dem letzten, den ich hatte stand im letzen satz “die preise sollen eingefroren werden”
hallo noch wer da oder muss jetzt für jede mediale propaganda inszenierung noch ein glossar angehängt werden?
einfrieren – preise werden beibehalten auf bekannt hohem niveau & man kann schön die nächsten jahre durchplanen, was man mit den mrd. macht
senkung – ist eine reduzierung des niveaus auf einen niedrigeren preis (der wird dann wohl nur noch 98% vom original sein).
mfg
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25.März 2010 at 17:53
@ Daniel
Hast du die besagten Filme gesehen “Obama Deception” und “Fall of the republic”? Falls dir Jones nicht zusagt empfhele ich diese Lektüre: Barack Obama: Wie ein US-Präsident gemacht wird
Und der Arbeiterklassenkampf war im letzten Jahrhundert, wir leben heute im 21.
Daniel mir ist es einfach unverständlich, wie man zu so einem Meinungsbild kommen kann?? Man kann nicht den Krieg anprangern und gleichzeitig Obama bejubeln. Das ist doppelmoralisch und wie als wenn ich auf eine Tierschutzdemo gehe und hinterher lecker Hund beim Chinesen bestelle…
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