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    Demonstration „Wir zahlen nicht für Eure Krise! Zwingen wir die Profiteure zur Kasse!“ 20. März in Essen

    Von Krisendemo NWR | 16.März 2010

    1. Jugend soll für Krise zahlen

    Jugendliche sind in vielerlei Hinsicht stark von der Wirtschaftskrise betroffen, die Armut unter Familien mit Kindern und Jugendlichen steigt. Dagegen unternommen wird nichts.

    “Vor allem Haupt – und Realschüler haben es schwer: sie können nicht studieren, ihnen bleibt nur die Ausbildung – doch ein Großteil wird dieses Jahr keine finden. Den Abgelehnten bleibt nur der Gang vors Arbeitsamt”, sagt Philip Tassev (Schüler), Bonner Jugendbewegung. Tatsächlich werden in NRW dieses Jahr neun von zehn Jugendlichen keinen Ausbildungsplatz finden. Im letzten Jahr wurden etwa 22.000 Ausbildungsplätze gesucht – etwa 2600 wurden vergeben und die Prognose sieht eher schlechter aus für dieses Jahr. Da haben Jugendliche auch keine große Auswahl und müssen sich oft unter unsicheren Bedingungen und zu schlechter Bezahlung einstellen lassen. Oftmals wird die Ausbildung auch durch ein unbezahltes Langzeitpraktikum ersetzt. Selbst wenn eine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen wurde, werden Jugendlich oft wieder vor die Tür gesetzt, nur jeder dritte Auszubildende wird im Betrieb der Ausbildung auch übernommen.

    Doch nicht nur Auszubildende, die in Krisenzeiten praktisch in Hartz 4, Armut und Perspektivlosigkeit gedrängt werden, sind von der Krise betroffen.

    Durch das mehrgliedrige Schulsystem, Kopfnoten, das Turbo-Abi (G8) und zentrale Abschlussprüfungen, sowie Studiengebühren und das Bachelor – / Master – System werden Kinder und Jugendliche gespalten, zensiert und unter extremen Lern – und Konkurrenzdruck gesetzt – all dies um eine kleine Elite herauszufiltern. Dabei kann beobachtet werden, dass Kinder von reicheren Familien die Tradition fortführen, und automatisch bessere Chancen in unserem Bildungssystem haben. Nicht nur Studiengebühren, immerhin 1000 Euro im Jahr pro Kind, müssen bezahlt werden. Auch Bücher, Kopiergeld, Ausflüge, Schulessen und evtl. Nachhilfe müssen finanziert werden. Wer das nicht leisten kann, ist deutlich im Nachteil und wird auch nicht in genügendem Maße gefördert. Dass diese soziale Selektion, die allein auf den Schultern der Kinder und Jugendlichen lastet, höchst unsozial ist, muss nicht mehr erwähnt werden.

    Um auf diese ungerechte Situation aufmerksam zu machen, startete am 13. März die Kampagne “Generation chancenlos?! – Jugend stellt sich quer”, initiiert von der

    ver.di Jugend gemeinsam mit Auszubildenden, Schülern und Studierenden, als Auftakt zur Demonstration am 20.03.

    Das Bündnis “Wir zahlen nicht für eure Krise” möchte mit dieser Demonstration auch gegen die Abwälzung der Krise auf die Schultern der Jugendlichen protestieren. “Wir rufen alle Jugendlichen und Bildungsstreikenden auf, sich der Demonstration am 20.3. ab 12:30 anzuschließen, bei der es auch einen Bildungsstreik-Block geben wird. Wir müssen uns mit Gewerkschaften, Erwerbslosen-Initiativen und anderen Organisationen zusammenschließen, um gemeinsam unsere Forderungen durchzusetzen”, so Matthias Schug (Student), Bonner Jugendbewegung.

    2. Pressekonferenz 18. März

    Zu einer Pressekonferenz lädt die Vorbereitungsgruppe für die Demonstration „Wir zahlen nicht für Eure Krise! Zwingen wir die Profiteure zur Kasse!“ (20. März Essen) für Donnerstag, den 18. März 2010, 11.00 Uhr ins DGB-Haus (Gildenhof, Hollestraße 3) nach Essen ein.

    —————————–
    Ansprechpartner/Innen:
    Anna Krause: 015773510928 (Bonner Jugendbewegung)
    Martin Behrsing: 0160 99278357 (Erwerbslosen Forum Deutschland)
    Klaus Stein: 0151 54938141 (Vorbereitungsgruppe)
    —————————–
    Aufruf und weitere Infos zur Demo am 20.3.2010 in Essen

    Wir zahlen nicht für Eure Krise! – Zwingen wir die Profiteure zur Kasse!
    http://www.krisendemo-nrw.de
    info@krisendemo-nrw.de

    Vorbereitungsgruppe für die Demonstration “Wir zahlen nicht für eure Krise!” vom 16.03.2010

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    Topics: Aktuell | 4 Kommentare »

    4 Kommentare to “Demonstration „Wir zahlen nicht für Eure Krise! Zwingen wir die Profiteure zur Kasse!“ 20. März in Essen”

    1. think better twice meint:
      16.März 2010 at 6:01 pm

      “Ach, schaun Sie, Sie wissen doch, wir müssen sparen……
      Wir mussten doch die kriminellen Zockerbanken retten……..
      Wir können doch auch nichts dafür. :-)
      Bankganoven sind nun mal systembedingt.
      Und für dieses System brauchen wir doch nur DOOFE Sklaven als Produktions-, TV- und Konsumdrohnen.
      Wir können doch auch nichts machen…
      So ganz alleine im Bundestag……
      Das viele Geld wird doch alles GEHEIM hinter verschlossenen Türen verteilt…
      Die heissen jetzt SOFFIN, oder so….
      Da war auch mal der Sarrazin von den Sozialpsychopathen dabei, das ist doch derjenige, der so schräge aus der Wäsche schielt und immer so schön gegen die MILLIONEN Faulen pöbelt, wie der Westerwelle…
      Der wurde jetzt befördert zur Bundesbank, der schräge Sarrazin.
      Und darf weiterpöbeln.
      Sehn Sie, so ist das nun mal in dieser bankrotten Republik….

      Wer am meisten Kohle in die “richtigen Taschen” schiebt, darf auch am Lautesten GEGEN DIE FALSCHEN PÖBELN.

      Schüler sind doch unsere kleinstes Problem.
      Die sind doch so SCHÖN FRIEDLICH. :-)
      Wir sind doch nicht in Griechenland, wo die Steine und die harten Mollies fliegen……..

      Wirklich schlimm wäre es doch nur, wenn die Banken in die Luft fliegen würden.:-(
      Aber die NRW-Banken z. B. WestLB sind sowieso schon pleite.
      Da gibt es sicher Leute, die froh wären über einen warmen Gebäudeabriss.
      Hat Larry Silverstein doch mit 911 super vorgemacht.

      Die Banken brauchen wir doch nun wirklich als Systemparasiten, damit wir die Staatschulden weiter ins Astronomische treiben können….

      Die kriminellen Ganoven erfinden erst ihr Geld, das sich der “Staat” dann von denen GEGEN ZINSEN leihen muss, toll oder?
      Dann RETTEN sie sich mit dem wieder selbst erfundenen Geld aus dem NICHTS.
      Und profitieren erneut.
      Von noch mehr ERPRESSUNGSPOTENTIAL!
      Wenn das kein FASCHISMUS ist, was dann?
      Ist das nicht GEIL? :-)

      Und niemanden kümmelt es.

      Schon gar nicht uns Volksvertreter im Bundestag.

      Ist das nicht toll?

      Zwingen?
      Womit denn, hihihihhhhiiiiiii?
      Mit Prässekonferenzen?
      Oder wollen sie die Nahrungsaufnahme jetzt ganz einstellen?
      Das geht aber nicht, dann steigen die Preise, weil die Läden weniger ausgelastet sind.

      Ach, ich weiß auch nicht.
      Ich sitz doch nur im Bundestag.” :-(

    2. Humankapital meint:
      16.März 2010 at 6:38 pm

      Auf der Website finden sich auch einige Treffpunkte für Busse und Bahnen hin zur Demo.

      Im Link zum Erwerbslosenforum findet man weitere Infos zur Anreise und Mitfahrgelegenheiten.

    3. lupo meint:
      16.März 2010 at 8:23 pm

      Wer soll eigentlich diese Schulden und faulen Kredite bezahlen der Banken. Es geht munter weiter, was hoch fliegt.
      US-Firmen fürchten die Schuldenlawine
      Nötige Refinanzierungen könnten Finanzmärkte überfordern (Foto: Reuters)

      Die fällige Refinanzierung könnte den Finanzmarkt überfordern. Es werden hunderte Milliarden Dollar benötigt. Schulden
      ———————

      Kredite an Griechenland, für Waffen Käufte, 200 Milliarden fauler Kredite von Spanien der Deutschen Banken usw..

    4. Demonstration „Wir zahlen nicht für Eure Krise! Zwingen wir die Profiteure zur Kasse!“ 20. März in Essen | meint:
      17.März 2010 at 12:41 am

      [...] Quelle und Dank an: Radio Utopie [...]