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Präsident des Libanon: Flugzeugabsturz war kein Terrorakt

Von petrapez | 25.Januar 2010

Michel Sulaiman, der Präsident des Libanon, schloss einen Terroranschlag zu dem Absturz der Ethiopian Airlines aus und wies Vermutungen darüber auf einer Pressekonferenz zurück.

Auch die libanesische Polizei geht von einem Unfall wegen der stürmischen Wetterbedingungen und nicht von einem Akt des Terrorismus aus.

Verteidigungsminister Elias el-Murr sagte ebenfalls, es gebe keine Hinweise auf einen Terroranschlag und dass das Wetter ist im Prinzip für den Absturz verantwortlich zu machen. (2)

Eventuell könnte ein Blitzeinschlag das Unglück ausgelöst haben.

Der Flugziel der Boeing 737-800 war die äthiopische Hauptstadt Addis Abeba und das Flugzeug war nach seinem Start um 2.30 Uhr vom Flughafen Beirut kurze Zeit später nach wenigen Minuten vom Radar verschwunden und 3,5 km vor der libanesischen Küste ins Meer gestürzt. Ein Gewitter tobte über Beirut am Sonntag bis spät in die Nacht und Anwohner in der Nähe der Küste hätten gemeldet, dass sie gesehen hätten, wie die Boeing 737 in Brand geraten und ins Meer gestürzt wäre, hiess es. (1)

Nach Angaben des Bau- und Verkehrsministers Ghazi Aridi befanden sich 83 Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder an Bord der Maschine. Aridi identifizierte die Fluggäste als 54 Libaneser, 22 Äthiopier, einen Iraker, einen Syrer, einen Kanadier libanesischer Herkunft, einen Russen libanesischer Herkunft, zwei Briten libanesischer Herkunft sowie eine französische Frau, bei der es sich um die Gattin des französischen Botschafters im Libanon handeln soll.

“Das Wetter war zweifellos sehr schlecht.”, sagte Aridi Reportern am Flughafen. (3)

Einige Überlebende sollen bisher geborgen worden sein.

Die sofortigen Erklärungen der libanesischen Regierung und Behörden zu der Unglücksursache sind sehr wichtig und zeugen von Besonnenheit, denn ein kleiner Funke reicht aus, um Emotionen und Konflikte heraufzubeschwören.

Die Welt in ihrer heutigen Berichterstattung zu dem Flugzeugunglück konnte sich den Hinweis auf die Hisbollah nicht verkneifen, indem sie betont neutral und recht überflüssigerweise mit einflechten liess, dass ein Parlamentsabgeordneter der schiitischen Hisbollah-Partei für den Flug gebucht hatte, ihn aber wegen einer Sondersitzung der Volksvertretung nicht angetreten hatte. (4) Eine derartige “spannungsgeladene” Bemerkung ist den Friedensbemühungen im Nahen Osten nicht sehr dienlich.

Quellen:
(1) http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3839144,00.html
(2) http://www.alertnet.org/thenews/newsdesk/LDE60O00J.htm
(3) http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3839073,00.html
(4) http://www.welt.de/vermischtes/article5975355/Bisher-keine-Ueberlebenden-nach-Boeing-Absturz.html

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Topics: Aktuelle Nachrichten | 6 Kommentare »

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6 Kommentare to “Präsident des Libanon: Flugzeugabsturz war kein Terrorakt”

  1. Red Dwarf meint:
    25.Januar 2010 at 19:09

    Ich werde seit geraumer Zeit stets misstrauisch, wenn SpOn eine Schlagzeile plötzlich hinten ins Archiv schiebt… so passiert heute morgen mit der Nachricht über den Absturz der 737 nach dem Start in Beirut. Erst stundenlang Top-Meldung, dann… wech, nur noch unter “Panorama” weit hinten zu finden.
    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,673800,00.html

    Also sucht man ein wenig in anderen Online-Medien. Was dabei herauskam, ist zumindestens interessant, ich stelle mal 3 Quellen unkommentiert hier rein:

    Beirut, 23 Jan 10, 10:38
    “Sources close to the French presidency told the pan-Arab Asharq al-Awsat daily that Sarkozy answered the concerns of PM Saad Hariri from a possible Israeli attack on Lebanon by saying
    “Lebanon can depend on France’s friendship and support.”
    http://www.naharnet.com/domino/tn/Ne…2576B4002EC375

    January 25, 2010
    “Marla Sanchez Pietton, the wife of the French ambassador to Lebanon, was one of the passengers on board Flight 409 when it crashed. Ambassador Denis Pietton started his post in Lebanon last October. An official at the French embassy confirmed that Mrs Pietton was a passenger.
    http://www.timesonline.co.uk/tol/new…cle7001194.ece

    Dazu ein Kommentar aus dem Berufspilotenforum PPRUNE:

    “From The Times (UK): “Michel Sleiman, the Lebanese President, said that authorities had ruled out terrorism or sabotage as the cause of the crash.”

    That was quick.”

    http://www.pprune.org/rumours-news/4…ml#post5467890

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  2. Falscher_Doktor meint:
    25.Januar 2010 at 21:27

    Ungefähr heute mittag der Titel eines Online-Artikels bei der Süddeutschen:

    “Absturz ….
    Absturzursache: Blitzeinschlag”

    Der Verfasser sollte sich unbedingt bei der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung bewerben:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesstelle_f%C3%BCr_Flugunfalluntersuchung

    In dieser Rekordzeit ist noch nie ein Absturz eines großen Flugzeuges aufgeklärt worden.

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  3. Jan meint:
    26.Januar 2010 at 00:24

    Mein erster Gedanke war, wem wollten sie Beseitigen oder was steckt wirklich dahinter!

    Dunkel in Erinnerung hatte ich auch noch den Absturz Einer Airbus der Air France vom 1.6.2009 auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris, die über dem Atlantik mit 228 Menschen an Bord abgestürzt.
    Die Unglücksursache sollte hier auch ein Blitzschlag gewesen sein. Ist das möglich?

    Dazu Prof. Heinz Oberhummer vom 03.06.2009 aus sciencebusters

    Sind Blitze für Flugzeuge gefährlich?

    Viele Experten halten die Hypothese eines Blitzschlags als Grund für den Absturz der Air-France Maschine für ziemlich unwahrscheinlich. Flugzeuge sind nämlich Faradaysche Käfige, also elektrisch leitende Boxen, in die Blitze gar nicht eindringen können. Es ist extrem unwahrscheinlich, dass ein Blitz seinen Weg in die elektrischen Leitungen eines Jets findet und die empfindliche Elektronik stört oder gar zerstört.

    Blitze gibt es tatsächlich auch noch in einer Höhe von über 10 Kilometern, wo der Jet zur Zeit des Unglücks flog. Die meisten Blitze zucken dabei übrigens von einer Wolke zur nächsten, nur die wenigsten schlagen auf dem Erdboden ein. Im Inneren einer Gewitterzelle können aber sehr starke Fallwinde und Turbulenzen auftreten, vor denen sich die Piloten noch mehr fürchten, als vor den Blitzen. Deshalb gilt im Luftverkehr die feste Regel, dass man Gewitterregionen möglichst umfliegt. Auf dem Weg von Südamerika nach Europa queren Flugzeuge die so genannte innertropische Konvergenzzone, ein Tiefdruckgebiet in Äquatornähe, in dem oft schwere Gewitter auftreten und starke Turbulenzen entstehen. In der Unglücksnacht, in der der Air-France-Flug verschwand, türmten sich die Wolken bis zu 16 Kilometer hoch. Diese zu umfliegen ist eine anspruchsvolle Aufgabe für Piloten.

    Tatsache ist, dass weltweit jedes Flugzeug durchschnittlich sogar alle ein bis drei Jahre von einem Blitz getroffen wird. Bis auf kleinere Beschädigungen an der Einschlagstelle hat dies keine gravierenden Folgen. Deshalb gehen Luftfahrtexperten davon aus, dass ein Blitzeinschlag als alleinige Ursache für das Unglück der Air-France Maschine extrem unwahrscheinlich ist. Wenn alle Flugzeuge so oft vom Blitz getroffen werden und trotzdem kaum Flugzeugabstürze ausgelöst durch Blitzeinschlag bekannt sind, was könnte dann die Absturzursache gewesen sein?

    Ein Quantas Flug wird vor der Landung in Sydney am 5.9.2004 von einem Blitz getroffen.

    http://www.youtube.com/watch?v=036hpBvjoQw

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  4. Tweets die Präsident des Libanon: Flugzeugabsturz war kein Terrorakt | Radio Utopie erwähnt -- Topsy.com meint:
    26.Januar 2010 at 06:54

    [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von CONTRACOMA und CONTRACOMA, Net-News-Express erwähnt. Net-News-Express sagte: Präsident des Libanon: Flugzeugabsturz war kein Terrorakt: Michel Sulaiman, der Präsident des Libanon, schloss ein… http://bit.ly/7kQxFQ [...]

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  5. Helga meint:
    26.Januar 2010 at 11:55

    «Kein Pilot fliegt freiwillig durch ein Gewitter»
    Interview: Claudio Habicht;Aktualisiert am 25.01.2010

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    HIER EIN INTERVIEW DES TAGESANZEIGER.CH:
    Ein Blitzeinschlag bringt kein Flugzeug zum Abstürzen. Der Crash der Ethiopian-Airlines-Maschine bei Beirut werde andere Ursachen haben, sagt der deutsche Aviatikexperte Cord Schellenberg.

    Das äthiopische Flugzeug, das vor der libanesischen Küste ins Meer stürzte, wurde offenbar von einem Blitz getroffen. Könnte das die Ursache für den Absturz sein?
    Das weiss ich nicht. Bisher hat es das nicht gegeben, dass ein Flugzeug in der Startphase allein wegen eines Blitzeinschlags abstürzte. Dementsprechend werden die Unfalluntersucher alle möglichen Ursachen in Betracht ziehen.

    Kann ein Blitz ein Flugzeug beschädigen und die elektronischen Systeme ausser Betrieb setzen?
    Das ist möglich. Ein Blitz allein stellt jedoch für ein Flugzeug keine Gefahr dar, denn wie beim Auto wirkt die Aussenhülle als faradayscher Käfig, der den Strom ableitet. Zudem sind die Systeme mehrfach gesichert. Meistens führt eine Verkettung von menschlichen und technischen Fehlern zur Katastrophe.

    Beim Absturz des Air-France-Airbus letzten Sommer mutmassten Experten, ob ein Blitzeinschlag die Katastrophe verursacht haben könnte.
    Die Gewitter-Theorie halte ich für zu einfach. Beim Air-France-Unglück konnte die Einwirkung von Blitzen nicht nachgewiesen werden, da niemand das Unglück überlebte und die Blackbox bis heute nicht gefunden wurde. In den vergangenen Jahren gab es nur einen Flugzeug-Unfall, wo sich die kurz nach dem Unfall angenommene Ursache bestätigte.

    Welcher?
    Die Wasserlandung des US-Airways-Airbus auf dem Hudson River in New York. Dort war von Anfang an klar, dass ein Gänseschwarm in die Triebwerke des Flugzeugs flog und diese ausser Betrieb setzte. Nach der Wasserung bestätigten die Flugzeugbesatzung und die Passagiere dies, ebenso wie die Aufzeichnungen der Blackbox.

    Sind die Piloten seither vorsichtiger, wenn sie in Gewitter fliegen?
    Grundsätzlich kann man sagen, dass kein Pilot freiwillig durch ein Gewitter fliegt. Mit dem Wetterradar versucht die Besatzung, Unwetter früh zu erkennen und diese zu umfliegen. Wenn ein Gewitter über dem Flughafen tobt – wie es beim Abflug des Ethiopian-Airlines-Flugzeugs in Beirut möglicherweise der Fall war – warten die Piloten allerdings normalerweise mit dem Abflug. (Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)

    Erstellt: 25.01.2010, 13:30 Uhr

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  6. W@hrheit meint:
    27.Januar 2010 at 15:47

    In diesem Bericht wird von Ueberlebenden berichtet>>Keine Fliege hat diesen Absturz ueberlebt..

    ..Und vermutlich war die Ursache kein Blitzschlag, denn inzwischen wurde ein Video gezeigt (LBC,NewTV,FutureTV) auf dem (ganz klar) das Flugzeug nach dem Start zu sehen ist und wie es kurz nach einander zweimal in der Luft (wahrscheinlich) explodiert.. Aber ein Feuerschweif einer Rakete war nicht zu sehen, weshalb es nach einer eingeschleusten Bombe ausschaut, also doch ein Terrorakt.
    Blitz und Gewitter ist auf diesem Video deutlich zu sehen und deutlich von den erwaehnten Explosionen zu unterscheiden…

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