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Hugo Chávez – Seine Rede in Kopenhagen
Von Lopez Suarez | 20.Dezember 2009
Von Hugo Chavez, Kopenhagen, Dänemark, Mittwoch, 16. Dezember 2009 – Präsident Venezuelas, Hugo Chavez:
“Lieber Präsident, meine sehr verehrten Damen und Herren, Exzellenzen und Freunde, ich verspreche, dass ich nicht länger sprechen werde als die meisten Anderen an diesem Nachmittag.
Erlauben sie mir einen einleitenden Kommentar, den ich gerne als Teil des vorigen Punktes machen möchte, den schon Brasilien, Indien, China und Bolivien kritisiert hatten. Dort wurden wir gebeten zu sprechen, es wurde uns aber nicht gestattet. Boliviens Repräsentantin sagte, meine Ehrenbezeugung natürlich für den Genossen Evo Morales, den Präsidenten der Republik Bolivien, der auch da ist.
[Zuhörer applaudieren]
Sie sagte neben anderen Dingen das Folgende, ich habe es mir notiert, aus ihrer Sicht sei der vorgelegte Text weder demokratisch noch umfassend.
Ich war kaum angekommen und als wir uns dann hingesetzt hatten, hörte ich wie der Leiter der Sitzung, der Minister, sagte, dass ein Dokument erstellt werde, aber niemand wusste davon. Ich fragte nach diesem Dokument, aber wir hatten es immer noch nicht und ich denke niemand wusste von diesem streng geheimen Dokument.
Nun sicherlich ist es nicht demokratisch und nicht umfassend, wie der bolivianische Kamerad sagte.Nun werte Anwesende, ist das nicht die Wirklichkeit in der heutigen Welt?
Leben wir in einer demokratischen Welt? Ist das globale System umfassend? Können wir überhaupt auf etwas Demokratisches und Umfassendes in dem aktuellen globalen System hoffen?
Was wir im Moment auf diesem Planet erleben, ist eine imperialistische Diktatur, und hier an diesem Ort werden wir es weiterhin verurteilen. Nieder mit der imperialistischen Diktatur!
Und lang leben die Menschen und die Demokraten und mögen alle Menschen gleich sein auf diesem Planet.
[ Zuhörer applaudieren]
Und was wir hier sehen ist ein Abbild dessen: Ausgrenzung.
Natürlich sind aber Länder unter uns, welche sich selbst als überlegen betrachten; uns im Süden überlegen, gegenüber der Dritten Welt und auch im Hinblick auf die unterentwickelten Länder überlegen, oder wie einer meiner großartigen Freunde Eduardo Galeano sagt: „ Wir sind die unterdrückten Länder, als ob ein Zug in der Vergangenheit über uns gefahren ist.“
Angesichts dessen ist es keine Überraschung, dass es keine Demokratie auf der Welt gibt und hier sind wir erneut mit dem starken Beweis globaler imperialer Diktatur konfrontiert. Dann kamen zwei junge Leute hierher, glücklicherweise waren die Vollstreckungsbeamten vernünftig, einige drängen herum und die haben mit denen zusammengearbeitet, oder? Viele Menschen stehen da draußen, wisst ihr das? Natürlich passen sie nicht alle in diesen Raum, dafür sind es viel zu viele. Ich habe in der Zeitung gelesen, dass es einige Verhaftungen gab, mehrere große Demonstrationen in den Gassen Kopenhagens gab und deshalb grüße ich all diese Menschen dort draußen, die meisten von ihnen sind junge Leute.
[Zuhörer applaudieren]
Natürlich sind die jungen Menschen , ich denke sehr viel mehr als wir es sind, besorgt über die Zukunft der Welt. Wir haben- zumindest die meisten von uns hier, die Sonne im Rücken, während sie sich mit der Sonne konfrontiert sehen und sehr beunruhigt sind.
Man kann sagen,werter Präsident, dass ein Spukgespenst in Kopenhagen umgeht, um es mit anderen Worten als Karl Marx zu sagen, ein Schreckensgeist geht um in den Straßen von Kopenhagen und ich denke dieses Gespenst geht still durch diesen Raum, umgibt uns alle, durch die Halle, es ist unten und erhebt sich, dieses Schreckgespenst ist ein so schrecklicher Geist, sodass sich niemand traut es zu benennen: Der Kapitalismus ist das Gespenst, das niemand so recht nennen will.
[Zuhörer applaudieren]
Es ist der Kapitalismus, die Menschen draußen brüllen es, hört sie.
Ich habe kürzlich einige dieser bemalten Spruchbänder auf den Straßen gelesen, und einige von diesen Slogans junger Leute habe ich schon gehört, als ich jung war. Und einen Spruch einer jungen Frau dort ist unter den zwei, die ich mir notiert habe. Unter all den anderen Parolen gibt es zwei sehr starke Forderungen: Erstens: Versucht nicht das Klima zu ändern, wechselt das System.
[Zuhörer applaudieren]
Und ein anderer Slogan fordert auf, sich zu besinnen. Er steht sehr mit der Bankenkrise im Einklang, die über die Welt hinweg gefegt ist und die Welt noch immer im Griff hat, und wo die reichen nördlichen Länder den Bankern und großen Banken geholfen haben. Die Vereinigten Staaten gaben allein, nun ich hab die Zahl vergessen, aber es war eine astronomisch Hohe Summe, damit die Großbanken gerettet werden. In den Straßen sagen sie dazu das Folgende: Wenn der Klimawandel ein Geldinstitut wäre, wäre er schon längst bewältigt worden.
[Zuhörer applaudieren]
Und ich denke das ist die Wahrheit. Wenn das Klima eine der größten kapitalistischen Banken gewesen wäre, hätten die reichen Regierungen es gerettet.
Ich denke Obama ist noch nicht eingetroffen. Er bekam den Friedens-Nobelpreis am gleichen Tag, als er 30.000 Soldaten nach Afghanistan schickte um Unschuldige erschießen zu lassen und ausgerechnet er kommt nun mit seinem Friedens-Nobelpreis, der Präsident der USA.
Dennoch haben sie die Maschinerie um Geld zu machen, Dollars zu drucken und haben die Bankhäuser und die gesamte kapitalistische Struktur gerettet, zumindest glauben sie es. Das ist ein Nebenkommentar, den ich zuvor machen wollte. Wir heben unsere Hand, um Brasilien, Indien, China und Bolivien in ihrer richtigen Position zu begleiten, die Venezuela und die anderen Staaten der Bolivarian Allianz ausdrücklich teilen.
Aber sie, sie ließen uns nicht sprechen, also bitte zählen sie bitte diese Minuten nicht, Herr Präsident.
[Zuhörer applaudieren]
Schauen sie, hier habe ich jemanden getroffen, ich hatte die Freude den französischen Autor Herve’ Kempf zu treffen. Ichlege ihnen dieses Buch ans Herz, es ist in Spanisch erhältlich, das gibt es auch in Französisch und natürlich auch in Englisch: „Wie die Reichen den Planeten zerstören.“
Herve’ Kempf: “Wie die Reichen den Planeten zerstören.” Das ist genau das, was schon Christen sagen: „Es ist einfacher für ein Kamel ein Nadelöhr zu passieren, als für einen Reichen das Himmelreich zu betreten. Genau das sagt unser Herr Christus.
[Zuhörer applaudieren]
Die Reichen zerstören den Planeten. Denken sie, sie können einfach zum nächsten Planeten gehen, wenn sie diesen zerstört haben? Haben sie Pläne zu einem anderen Planeten zu gehen? Bis jetzt ist noch keiner in Sichtweite in der Galaxie.
Dieses Buch hat mich gerade erreicht, Ignacio Ramonet hat es mir gegeben und er sitzt irgendwo in diesem Raum. Den Prolog/Präambel beendend, ist dieser Satz wichtig, Kempf sagt das Folgende, ich lese es vor: „ Wir können die globale Ressourcenausbeutung nicht reduzieren, wenn wir nicht die Starken ein paar Stufen herabsetzen und nicht gegen Ungleichheit kämpfen. Es ist notwendig, dass wir zu dem bisherigen ökologischen Prinzip „denk global aber handle lokal“, welches uns in der heutigen Zeit bewusst wird, wir eine andere Regel hinzufügen, welche die derzeit schlimme Situation erzwingt: „Konsumiere weniger und teile besser.“
Ich denke, das ist ein guter Hinweis, den uns der französische Autor Herve’ Kempf gibt.
[Zuhörer applaudieren]
Nun, Herr Präsident, der Klimawandel ist unzweifelhaft das verheerendste Umweltproblem in diesem Jahrhundert. Überflutungen, Dürren, heftige Stürme, Hurrikanes, abschmelzende Polkappen, der Anstieg des Meeresspiegels, saure Ozeane und heiße Trockenperioden, all das verschärft die Auswirkungen der globalen Krise, die uns heimsucht.
Das gegenwärtige menschliche Handeln übertritt die Schwelle der Nachhaltigkeit, bedroht die Existenz auf der Erde, aber auch darin unterscheiden wir uns erheblich.
Ich möchte das in Erinnerung rufen: die 500 Millionen reichsten Menschen, das sind kaum sieben Prozent, sieben Prozent der Menschheit. Dieser geringe Anteil ist verantwortlich , ist für 50% der Emissionen verantwortlich, während die 50% ärmsten Menschen nur sieben Prozent der Emissionen ausmachen.
Es kommt mir ein bisschen seltsam vor, China und die USA auf gleichwertig zu behandeln. US-Amerika hat bald 300 Millionen Menschen erreicht .
China hat fast das fünffache der US-Population. Die USA verbrauchen pro Tag mehr als 20 Millionen Fässer vom schwarzen Gold, China erreicht nur 5-6 Millionen Barrel am Tag, man kann also von China und den USA nicht das Gleiche verlangen.
Es gibt Probleme zu besprechen, hoffentlich können wir ,die Staats- und Regierungschefs, uns zusammensetzen und die Wahrheit diskutieren, die Wahrheit über diese Probleme.
Also, Herr Präsident, 60% der weltweiten Ökosystem sind beschädigt, 20% der Erdkruste sind abgetragen, wir sind ungerührt Zeuge geworden von Abholzung, Landumwandlung, Desertifikation, verderbenden Trinkwassersystemen, Überfischung von Fanggründen, Verschmutzung und dem Verlust der Artenvielfalt.
Die Übernutzung des Landes übersteigt dessen Regenerationsfähigkeit um 30%. Der Planet verliert, wie es technisch ausgedrückt wird, die Fähigkeit sich selbst zu regulieren, er verliert all das. Jeden Tag wird mehr Müll produziert, als der Planet vertragen kann. Das Überleben unserer Art hängt vom Bewusstsein zur Menschlichkeit ab. Trotz der Dringlichkeit, hat es zwei Jahre Verhandlungen bedurft, um ein zweites Abkommen unter dem “Kyoto Protokoll” zu verabschieden, denn dieser Veranstaltung wohnen wir bisher auch ohne eine bedeutungsvolle Übereinkunft bei.
Und tatsächlich, über diesen Text der aus heiterem Himmel kam, wie es manche genannt haben, sagt Venezuela und die ALBA Staaten, dass wir das nicht annehmen werden, solange nicht andere Texte aus Arbeitsgruppen kommen, die sich an das Kyoto Protokoll und die Konvention halten. Dies sind legitimierte Texte, die über die Jahre sehr intensiv diskutiert wurden.
[Zuhörer applaudieren]
Und in diesen letzten paar Stunden glaube ich, dass ihr weder geschlafen noch gegessen habt. Und es ist einfach nicht nachvollziehbar, jetzt ein Dokument herauszubringen, das kaum mehr ist als eine Kritzelei ist, wie sie sagten.
Das wissenschaftlich hinterlegte Ziel der Emissionsreduzierung von Treibhausgasen und das Erreichen einer klaren Langzeit-Kooperation ist, heute zu diesem Zeitpunkt, anscheinend vorläufig gescheitert.
Was ist der Grund dafür? Wir kennen den wahren Grund
Es ist die verantwortungslose Einstellung und der mangelnde politische Wille der stärksten Staaten auf dem Planeten. Es sollte sich keiner angegriffen fühlen, ich rufe den großartigen Jose’ Gervasio Artigas in Erinnerung, der sagte: „Mit der Wahrheit greife ich weder jemanden an, noch ängstige ich ihn.“
Aber ist ist eben eine unverantwortliche Einstellung in der Position, von Umkehrungen, von Ausgrenzungen, von Elitemanagement eines Problems, das alle angeht und welches auch nur zusammen gelöst werden kann.
Der politische Konservatismus und die Selbstsüchtigkeit der größten Verbraucher in den reichsten Staaten zeigt ein hohes Maß an Gefühllosigkeit und ein Defizit an Zusammenhalt mit den Armen, den Hungrigen, und den am meisten Betroffenen von Krankheit und Naturkatastrophen. Herr Präsident, eine neue Vereinbarung ist essentiell, diese muss auf absolut ungleiche Partner anwendbar sein, im Zusammenhang mit der Größenordnung der Spenden und wirtschaftlichen, technologischen und finanziellen Kapazität und muss auf dem unbedingten Respekt für die Prinzipien beruhen, die in der Konvention enthalten sind.
Industrieländer sollten feste, bindende und klare Zusagen für die Reduktion ihrer Emissionen machen und Verpflichtungen übernehmen den armen Ländern finanzielle und technologische Hilfe zu leisten, um die verheerenden Bedrohungen des Klimawechsels zu bewältigen. Vor diesem Hintergrund, sollte die Einzigartigkeit von Inselstaaten und am wenigsten entwickelten Ländern vollkommen deutlich erkennbar sein.
Der Klimawandel ist beileibe nicht die einzige Gefahr, der sich die Menschheit gegenüber sieht. Andere Ungerechtigkeiten und Geißeln haben uns heimgesucht, die Schere zwischen armen und reichen Nationen wächst weiter, und trotz aller Millennium-Ziele , des Monterey Finanzierungsgipfels und allen anderen Gipfeltreffen hat sich eine große Wahrheit herausgestellt, wie der Präsident des Senegals sagte, nämlich, dass es Versprechen und unerfüllte Versprechen gibt und die Welt ihren zerstörerischen Marsch fortsetzt.
Das gesamte Einkommen der 500 reichsten Leute der Welt ist größer als das Einkommen der 416 Millionen ärmsten Leuten. Die 2,8 Milliarden armen menschlichen Wesen, die in Armut von nicht einmal 2 Dollar am Tag leben müssen, repräsentieren mehr als 40% der Weltbevölkerung, generieren aber nur 5% des weltweiten Einkommens.
Heute sterben jedes Jahr 9.200.000 Kinder, noch ehe sie fünf Jahre alt sind und 99,9% dieser Fälle treten in den ärmeren Ländern auf.
Die Säuglingssterblichkeit liegt bei 47 toten Säuglingen auf 1000 Lebendgeborene, während diese in den reichen Ländern 5 von 1000 beträgt. Die Lebenserwartung weltweit ist 67 Jahre, wobei diese in reichen Nationen 79 Jahre beträgt und in einigen armen Ländern lediglich 49 Jahre.
Zusätzlich gibt es 1,1 Milliarden Menschen, die kein sauberes Trinkwasser haben, 2,6 Milliarden müssen ohne sanitäre Einrichtungen auskommen, über 800 Millionen sind ungebildet und 1,02 Milliarden leiden an Hunger, das ist das globale Szenario.
Die Ursache, was ist die Ursache?
Lassen sie uns über die Ursache reden und uns nicht der Verantwortung entziehen und nicht den Tiefen dieser Probleme ausweichen. Die Ursache ist unzweifelhaft, und ich kehre zurück zum Thema dieses desaströsen Ausblicks, ist der Stoffwechsel des Kapitals und seinem verkörperten Modell: dem Kapitalismus.
Hier ist ein Zitat, das ich kurz vortragen möchte, es stammt vom großen Freiheitsdenker und Theologen Leonardo Boff, ein Brasilianer. Leonard Boff äußert sich zu diesem Themengebiet wie folgt:
„Was ist die Ursache? Ah, der Grund ist die Suche nach Glück durch das Anhäufen von materiellen Werten und die endlose Entwicklung, mithilfe von Wissenschaft und Technologie die Erde und all ihre Ressourcen ohne Limit auszubeuten. „
Und hier zitiert er Charles Darwin und seine „natürliche Selektion“ , das Überleben des Stärksten, aber wir wissen doch, dass der Stärkste nur aufgrund der Trümmer des Schwächsten überleben kann.
Jean Jacques Rosseau sagte, und daran sollten wir uns immer erinnern, dass zwischen dem Starken und dem Schwachen die Freiheit unterdrückt wird. Deshalb sprechen die Großmächte und Starken auch von Freiheit, der Freiheit zu unterdrücken, einzudringen, zu töten, auszulöschen und auszubeuten. Das ist ihre Freiheit. Und Jean Jacques Rosseau fügte hinzu: „Nur das Recht befreit.“
Es gibt Länder, die hoffen darauf, dass es zu keinem präzisen Dokument kommt, weil sie keine Regelungen erreichen wollen. Sie möchten keinen Standard, weil die Abwesenheit von diesen Normen ihnen weiterhin ermöglicht ihre Ausbeutungsfreiheit auszuspielen, ihre erdrückende Freiheit.
Wir müssen jetzt die Anstrengung unternehmen und großen Druck ausüben, und zwar hier und auf der Straße, damit eine Zusage überhaupt zustande kommt, ein Dokument, welches auch die mächtigsten Länder der Welt verpflichtet.
[ Zuhörer applaudieren]
Nun, Herr Präsident, Leonardo Boff fragt sie das….Haben sie ihn jemals getroffen? Ich bin mir unsicher, ob er überhaupt kommen würde, aber ich habe ihn neulich in Paraguay getroffen.Wir haben ihn gelesen.
Kann eine endliche Erde ein unendliches Projekt unterstützen? Die These des Kapitalismus, nach unendlicher Entwicklung, ist ein zerstörerisches Muster, also sollten wir es uns mal vornehmen und klar machen.
Dann hat uns Boff gefragt, was wir von Kopenhagen erwarten würden. Nun, zumindest ein einfaches Geständnis: So wie jetzt, können wir keinesfalls weitermachen. Und ein simples Vorhaben: Lasst uns unseren Kurs endlich ändern. Lasst es uns vorantreiben, aber ohne zynisch zu sein, frei von Lügen, ohne Doppel-Agendas, keinen Dokumenten aus heiterem Himmel, sondern mit der Wahrheit, die wir offen aussprechen.
Wie lange, wir fragen das aus Venezuelas Sicht, Herr Präsident und Anwesende, wie lange sollen wir derartige Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten noch erlauben? Wie lange werden wir denn noch die derzeitige internationale Wirtschaft und die vorherrschenden Marktmechanismen tolerieren? Wie lange werden wir große Epidemien wie HIV/AIDS noch zulassen, die ganze Bevölkerungsgruppen verheeren? Wie lange sollen wir es den Hungernden denn noch erschweren etwas zu essen und sie daran hindern ihre Kinder zu versorgen? Wie lange können wir noch zusehen, wie millionenfach Kinder an kurierbaren Infekten sterben? Wie lange können wir noch bewaffnete Konflikte zulassen, die Millionen Menschen massakrieren und das nur weil die starken Nationen Zugriff auf die Ressourcen anderer Menschen haben wollen?
Gebt die Aggressionen und Kriege endlich auf! Dazu fordern wir, die Völker der Welt, diejenigen großen Staaten auf, die immer noch versuchen die Welt zu beherrschen und auszubeuten. Keine imperialistischen Militärbasen und militärische Angriffsschläge mehr! Lasst uns eine gerechtere und gleichere ökonomische und soziale Ordnung aufbauen, lasst uns die Armut ausradieren, lasst uns sofort die enormen Emissionsmengen stoppen. Lasst uns den Raubbau an der Natur beenden und die große Katastrophe Klimawandel vermeiden. Lasst uns alle teilnehmen in dem großen edlen Ziel, jeden Menschen ein bisschen mehr frei und geeint zu machen.
Herr Präsident, kaum zwei Jahrhunderte zuvor, ein bekannter Venezuelaner, Befreier von Nationen und Nachkomme der Vernunft, hinterließ der Nachwelt ein Vermächtnis: „Wenn die Natur uns widersteht, dann kämpfen wir dagegen und zwar dafür, dass sie uns untertan wird.“. Das stammt von Simon Bolivar, dem Befreier.
In Venezuela war es ein Tag wie heute, vor zehn Jahren, genau zehn Jahre. Damals erlebten wir die größte Klima Tragödie in unserer Geschichte (Vargas Tragödie wird sie genannt). Von da an sagt Venezuela, dessen Revolution versucht für alle Menschen Gerechtigkeit zu erkämpfen, dass der einzige Weg zur Lösung des Problems der Sozialismus ist!
Sozialismus, das andere Gespenst von Marx, läuft hier auch als Konter-Gespenst umher. Sozialismus das ist unser Ziel und der Weg, um den Planeten zu retten, daran habe ich keinen Zweifel. Kapitalismus ist die Straße zur Hölle, zur Zerstörung der Welt. Wir sagen das als Venezuela, das nur durch den Sozialismus den Bedrohungen des USA widerstehen kann.
Die Länder, die von der ALBA umfasst sind, die Bolivarian Allianz, und ich möchten, aus meiner Seele und auch im Namen anderer Länder, den Regierungen und Menschen der Welt in anderen Worten als Simon Bolivar sagen: Wenn uns der Kapitalismus bedroht, dann kämpfen wir dagegen und machen uns ihn untertan!Lasst uns nicht bis zum Tod der Menschheit warten.
Die Geschichte verlangt von uns, dass wir uns einen und kämpfen.
Sollte der Kapitalismus sich widersetzen, sind wir verpflichtet den Kampf gegen ihn aufzunehmen und der Menschheit den Weg zur Erlösung zu öffnen. Es liegt an uns, das Banner von Christus, Mohamed, Gleichheit, Liebe, Gerechtigkeit, Menschlichkeit und dem echten und wahren Humanismus zu erheben. Sollten wir jetzt nicht handeln, wird das schönste Geschöpf des Universums, der Mensch verschwinden, er wird verschwinden.
Der Planet ist Milliarden Jahre alt und er hat Milliarden Jahre ohne uns Menschen existiert, die Erde braucht uns nicht. Ohne die Erde werden wir aber nicht mehr existieren, wir zerstören unser Pachamama, wie unsere einheimischen südamerikanischen Brüder sagen würden.
Letztlich, Herr Präsident, und um es zu beenden, ein Zitat von Fidel Castro: „ Eine Art läuft gefahr ausgelöscht zu werden; die Menschheit.“
Oder wie Rosa Luxemburg sagte: „ Sozialismus oder Barbarei“.
Christus unser Erlöser meinte: „ Gesegnet seien die Armen, denn für sie ist der Himmel ihr Königreich“.
Herr Präsident, Damen und Herren, wir sind fähig diese Erde nicht zum Grab der Menschheit zu machen. Lassen sie uns diese Erde zum Himmel machen, einem Himmel des Lebens, des Friedens, Frieden und Brüderlichkeit für die ganze Menschheit.
Herr Präsident, Damen und Herren, ich danke ihnen sehr und genießen sie das Essen. ”
[Zuhörer applaudieren]
Übersetzung aus dem englischen von Lopez Suarez – womblog.de
© womblog.de
XV. Internationale Konferenz der Organisation der Vereinten Nationen über den Klimawechsel, Kopenhagen, Königreich Dänemark, Mittwoch, 16. Dezember 2009
Die Übersetzung aus dem spanischen ins Englische erfolgte durch Kiraz Janicke für Venezuelanalysis.com. Wir haben diese Version der Chávez Rede ins deutsche Übersetzt.
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20.Dezember 2009 at 7:31 pm
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von CONTRACOMA, Die besten Blogs im erwähnt. Die besten Blogs im sagte: Hugo Chávez – Seine Rede in Kopenhagen http://bit.ly/85yOYx [...]
20.Dezember 2009 at 8:02 pm
ich werde nie ganz verstehen, wie so wie auf dieser welt von reichen und armen ländern sprechen, wo wir eigentlich von armen, noch ärmeren und den ärmsten sprechen müssten, da wir unsere reichtümer, wenn ich es richtig sehe, gegen eine viel größere schuld eintauschen, nicht etwa schulden loswerden, um dann wieder mehr reichtum zu erlangen.
wohlstandsstatistiken sind auf diesem planeten die relative rechnung ziwschen verschuldeten, nicht die zwischen verschuldeten und unverschuldeten, gleichwohl manche viel mehr haben (vom einen oder vom anderen) als die jeweils anderen. das reichste land ist, als teil dieser welt und nationalgrenzen als kreidestrich verstanden, bloß das am wenigsten ärmste. wieso die leute immer so das geld rühmen, dass kaum einer hat, geht mir nicht auf. die bunten zettel der ezb und der fed…die sind nicht mal zum (..) wischen gut, weil die ne schlechte qualität dafür haben…
20.Dezember 2009 at 8:25 pm
Der Herr hat ja im Prinzip recht. Bloss; der Sozialismus ist und wird immer wieder scheitern, durch:
- Enteignung von Unternehmen
- Militarisierung von Land und Wirtschaft
- Gleichmacherei in den Ergebnissen
Die Menschen sind eben nicht alle gleich, jeder ist anders und moechte etwas Anderes tun und sich von Anderen unterscheiden.
Gleiche Chancen fuer Alle, waere jedoch schon ein grosser Fortschritt.
20.Dezember 2009 at 9:08 pm
sehr gut:
http://ef-magazin.de/2009/12/16/1742-klimaerwaermung-teil-1-katastrophenszenarien
http://ef-magazin.de/2009/12/17/1745-klimaerwaermung-teil-2-die-wissenschaft
http://ef-magazin.de/2009/12/18/1750-klimaerwaermung-teil-3-die-politik#c22924
20.Dezember 2009 at 9:16 pm
“Wenn der Klimawandel ein Geldinstitut wäre, wäre er schon längst bewältigt worden.”
Schöne Aussage, Hugo
Dazu muss man aber erst einmal die PRIVATE Federal Reserve Bank von Rothschild und die Bank von England und andere PRIVATE Zentralbanken abschaffen.
Und wer das versuchte, lebte gefährlich => JFK, James A. Garfield, Andrew Jackson.
20.Dezember 2009 at 9:26 pm
@ John D. Sitarz
Und?
Was ist so schlecht daran, MONOPOLE -Ziel jedes Kapitalisten- und AUSBEUTERISCHE Oligopole in Staatsbesitz zu überführen?
Welches Land verfügt über die GRÖSSTE AGGRESSIVSTE Militärmacht der Welt? Die sozialistische USA?
Was ist das denn für eine hohle Phrase “Gleichmacherei in den Ergebnissen”?
Wer verlangt denn von der GESAMTEN Welt Coca-Cola zu saufen und McDonalds zu huldigen?
Wer verlangt denn von der GESAMTEN Welt überall die GRÜNE PEST, den US-$, gläubig als “werthaltig” anzunehmen?
“Gleiche Chancen wäre ein Fortschritt”?
Bei über 1 Milliarde (>1.000.000.000) sich unter SCHMERZEN zu Tode HUNGERNDEN?
Wovon träumen Sie nachts, Herr Sitarz?
20.Dezember 2009 at 10:54 pm
Irgendjemand muss Chavez wie folgt antworten.
Sie wollen über die Wahrheit und den Fakten reden. Gespenst oder Konter- Gespenst. Beides wurde getestet. Test nicht bestanden. Die Menschen brauchen ein System. Dabei ist die Einstellung der Menschen nicht etwas nebensächliches, die Einstellung ist alles. Fast alle Menschen sind Materialistisch eingestellt, auch die Armen. Die meisten Armen wollen genau so leben wie die Reichen. Angenommen wir nehmen den Reichen alles weg und geben es den Armen. Bald werden die Neureichen ihren Wohlstand gegen die Armut noch heftiger verteidigen, denn sie wissen wie schlimm ist es wenn sie es wieder verlieren. Es ist ein Überlebenskampf beider Seiten.
Es muss ein System her wo Menschen Reichtum anstreben dürfen, es aber mit Abschaffung der Zinsen und Zinseszinsen reguliert wird. Jeder muss von seinem gehorteten Geld 2 ,5 % (Rentabilitätsuntergrenze siehe http://www.youtube.com/watch?v=No6rtGYJJns&feature=related teil 1-3, Problem erkannt, lösung falsch) an den nächst Ärmeren abgeben, ohne wenn und aber, dabei müssen die Herrschenden sich schämen, wenn sie in Überfluss leben. Solche Herrscher gab es tatsächlich.
Asozial muss nicht der sein, der wenig Geld hat, sondern der wenig Wissen Besitz. Beispielsweise könnte ein Umweltminister nur unter denen gewählt werden, die über die Techniken der Energiegewinnung und Techniken der Umweltschonung Bescheid wissen. Solche Leute gibt es, solche Leute sind schlechte Politiker und werden von uns nie gewählt werden.
Kurz gesagt muss das System den Menschen bessere Werte als Geld und Reichtum nahelegen. Das System muss den Menschen diesen Überlebenskampf überflüssig machen. Das System muss den Menschen beibringen, dass Menschen aller Rassen wie Körperteile eines Menschen sind. Tut es einem Körperteil weh fühlt sich der Ganze Mensch nicht wohl. Das System muss wissen, dass das Böse existiert und es in Schacht halten. Dann würden auf der Welt dinge Existieren oder nicht existieren. Jetziger Zustand ist folgender. Dinge existieren, scheinen aber nicht zu existieren. Oder Dinge existieren nicht, scheinen aber zu existieren. Ich denke dabei an die guten und schönen Reichen die das Böse bekämpfen, oder die bösen hässlichen Armen die bekämpft werden.
Fazit Kapitalistisches sowie Ihr Sozialistisches System funktioniert nicht, es muss ein alternative her.
20.Dezember 2009 at 11:42 pm
@ think better.
du hast mich nicht verstanden oder nicht richtig gelesen. nun gut; ueber meinungen zu diskutieren fuehrt eh zu keinem ergebnis. ich empfehle jedoch einmal eine erklaerende zusammenfassung des “sozialen hauptgesetzes” zu lesen (kann ich als pdf schicken) anstatt sozialismus zu predigen.
mailkontakt: dieter@sitarz.de
21.Dezember 2009 at 1:12 am
bravo!
21.Dezember 2009 at 1:12 am
bravo chavez!
21.Dezember 2009 at 2:57 pm
Noch etwas leuchtet mir nicht so recht ein, vielleicht bin ich zu beschränkt: woher kommt denn der Gedanke, oder besser: wieso kommt der Gedanke immer wieder, dass Sozialismus nichts mit Kapitalismus zu tun hätte, etwas von ihm Distinktes wäre?
1. habe ich bisher noch keine Quelle gefunden, die sagen konnte “zu diesem Zeitpunkt begann der Kapitalismus und zwar dort und dort, vorher war es völlig anders” (ich kenne nur Fragmente, die aber nie behaupten, dieses und jenes sei der Beginn des Kapitalismus gewesen, sondern die sagen: da hat er sich in etwas neues transformiert; was ein gewaltiger Unterschied ist) “und dann begann dort der Sozialismus zu diesem Zeitpunkt”, d.h. auf welchen raumzeitlichen Rahmen nimmt man denn Bezug, wenn man den Sozialismus außerhalb des Kapitalismus ansiedelt??? (ich will fast fragen: auf welchen Planeten zu welcher Zeit nimmt man dabei Bezug?) 2. der Umstand, dass der Sozialismus eine Art Antwort/Gegenantwort auf den Kapitalismus war, wenn ich mit meinem noch recht mageren Geschichtswissen richtig liege, spricht doch wohl nicht dafür, dass Sozialismus ohne Kapitalismus möglich gewesen wäre oder außerhalb von diesem ansiedelbar sei, d.h. ist Sozialismus nicht eher ein Kind des Kapitalismus und nicht irgendeine (immer dagewesene) Transzendentalie des Kapitalismus, die völlig außerhalb von diesem stünde?
Sehe ich das also falsch, wenn ich den Sozialismus und Marxismus als eine Art Derivat des Kapitalismus betrachte (hätte Marx irgendwas ohne die Industrialisierung schreiben können?), d.h. den Kapitalismus nicht nur als (unbestimmt) älter betrachte, sondern auch als Grundlage für Sozialismus überhaupt, egal an welchem Ort auf diesem Planeten? Ist dann Sozialismus nicht nur Kapitalismus mit Add-On und Patches, die den Kapitalismus hier und dort beschneiden, hier und dort erweiteren, hier neues erfindet und dort (jetzt) altes verwirft (zb. theoretisch streng genommen ein 5-jahres plan und dessen effekte)?
Ich sags mal griechisch: ist es nicht ein wenig Illusion, wenn ich sage, dass Zeus schlecht ist und dann anfange die Moiren und Hephaistos anzubeten, damit meine Überzeugung von der Schlechtigkeit der griechischen Mythologie zum Ausdruck kommt, die Überzeugung nämlich, dass Zeus und Mythologie eine Illusion sei? (Kapitalismus ist Illusion, machen wir Sozialismus!) Verfehlt man nicht seinen durchaus verständlichen Wunsch, diese Welt zu verbessern, wenn man alles Schlechte auf einen Begriff lädt und, davon ausgehend, sich dann auf neue fixiert? Ist dem nicht vor allem dann so, wenn Zeus den Moiren und Hephaistos vorausging? Verstrickt man sich nicht automatisch in Widersprüche, die wie Knoten sind?
Mir ist klar, dass für Viele sicher die Spiritualität der Sache zählt und die Theorie usw. nicht unbedingt so wichtig ist, nicht vertieft werden muss, um dienlich zu sein, was nichts ungewöhnliches oder verurteilenswertes ist.
Es wirkt schlicht etwas anti-christlich auf mich, was ja immer noch eine Form von Christentum ist, wenn auch die umgekehrte…
21.Dezember 2009 at 4:11 pm
@schuld, unschuld…
Um es kurz und knackig zu sagen. Mit Annahme des roemischen Rechtes, welches ueber das natuerliche Recht gestellt wurde, mit “Einfuehrung” des Zinses, also in dem Moment, als Geld kein Medium mehr war um den Warenkreislauf zu vereinfachen bzw. zu “beschleunigen”, sondern zur Ware wurde umd sich “von selbst” – ohne Arbeit – vermehrte, als die menschliche – manuelle oder geistige Arbeit in ein Geld-(Lohn)Verhaeltnis gesetzt wurde anstatt in´s (Deckungs-) Verhaeltnis zum Produktergnis zu setzen, als Grund und Boden, Wasser und Luft geraubt und dann verkauft wurden und werden. Ab diesen – regional unterschiedlichen – Zeitpunkten, begann die “Kapitalisierung” zu schleichen. In Europa also mit Zerfall des roemischen Reiches und zu Beginn des Mittelalters.
21.Dezember 2009 at 6:57 pm
@ Sitarz
danke, aber klärt es, wieso Ökonomien plötzlich vom Naturrecht unterschiedenes Recht brauchen (egal, auf wessen Seite?), warum und wie es funktionierte? Wie zum Beispiel wird Boden, Wasser und Luft plötzlich allgemein verkauf-bare Ware und warum war es das vorher nicht? Wenn es dadurch geschieht, dass es jemand erobert hat, dann liegt hier die Ursache nicht mehr im Recht, sondern im Kriegsakt, der Recht noch nie nötig hatte und auch nie nötig haben wird. Und wenn Recht sich dennoch durch Kriegsakte verbreitet, wäre es an der Zeit mal wieder darüber nachzudenken, was denn dann Frieden eigentlich sein soll.
Was ich meine ist: Nichts ist notwendig und das Bewusstsein über die Dinge kommt nicht zuerst. Wir wissen nicht, was unser Gebrauch von Geld zukünftig für ein Bewusstsein kennzeichnen wird und wissen genau dasselbe bezüglich des Rechts, gleichwohl sich heute sehr viele Menschen als Nostradamus ausgeben.
Ich habe häufig den Eindruck, es sei glasklar was Kapitalismus ist, woher er kommt usw. vor allem aber, dass er logisch der Feind sein muss, weil er überall sei (wie kommt er dahin?), wohingegen ich mir denke, dass Kapitalismus schon gar nicht zu allen Zeiten dasselbe ist, keine historische Invariante ist, die metaphysisch unser Schicksal wäre. Recht und Geld erklären mir nicht, wieso der Kapitalismus so und so gewirkt hat und nicht etwa ganz anders. “Allgemeine” Wahrheit gibt es nicht. Das gilt auch für Recht und Geld. Wieso wurde das Recht nicht einfach permanent gebrochen? Wurde es das vielleicht doch? Wieso konnte Geld diesen, nicht einen ganz anderen Wert bekommen?
Die Vorraussetzungen des Kapitalismus können unmöglich nur das Recht und das Zinssystem sein. Wozu brauchte es plötzlich Recht und Zins? Nur aus Gier oder Machtlust einzelner? Sicherlich auch, aber das absolut zu setzen wäre wohl sehr platt und im Grunde Macchiavelli und den auch noch schlecht. Als hätte man sich getäuscht, als stünden wir jetzt auf der Spitze der Erkenntnis.
Anzunehmen, Recht und Geld hätten zu jeder Zeit dieselbe Macht gehabt wie heute, widerspricht schlicht jeder Skepsis, heiligt Recht und Geld als die Transzendentalien, die so häufig vom Sozialismus beschworen werden. Der Kapitalismus selbst verändert deren Bedeutung sicherlich und von diesem Punkt aus gesehen könnte man noch die Frage hinterherschieben, wieso Recht und Geld bezogen auf den Mensch und die Welt überhaupt so viel Bedeutung haben und warum gerade diese, die wir ihnen heute geben?
Damals Zeus, heute Recht und Geld? Da hätten die Griechen lauter gelacht als wir heute häufig zu Unrecht (!) über sie…
24.Dezember 2009 at 6:25 am
[...] Klimaschützer seit fünf Tagen in Haft 20.12.2009 Hugo Chávez – Seine Rede in Kopenhagen 16.12.2009 Klimagipfel in Kopenhagen: “Entwicklungsländer verhalten sich wie Schulkinder” [...]