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Ranghoher US-Diplomat quittiert wegen Sinnlosigkeit des Krieges Dienst in Afghanistan
Von petrapez | 27.Oktober 2009
Matthew Hoh hat seinen Dienst in Afghanistan quittiert, den er erst Anfang diesen Jahres im Auswärtigen Dienst angetreten hatte, um Aufgaben in der zivil-militärischen Hybrid-Verwaltung zu übernehmen.
Diese ist zur Unterstützung der Ausweitung der US-Entwicklungsanstrengungen in Afghanistan eingerichtet.
Matthew Hoh, 36 Jahre, ist ein ehemaliger Marine Corps Kapitän mit Kampferfahrung in Irak, hatte im Pentagon in Uniform und im Irak als Zivilist gedient sowie im State Department.
Im Juli war er der führende US-Zivilist in der Provinz Zabul.
“Ich habe das Verständnis und Vertrauen in die strategische Zwecke der Präsenz der Vereinigten Staaten in Afghanistan verloren.”
schrieb er am 10. September in einem vier Seiten langen Brief an den Leiter der Abteilung des Personals.
“Ich habe Zweifel und Vorbehalte über unsere gegenwärtige Strategie und der künftigen Strategie, mein Rücktritt beruht nicht darauf, wie wir diesen Krieg verfolgen, aber warum und zu welchem Zweck.”
Die Reaktion auf das Schreiben Hoh war unmittelbar. Hochrangige US-Regierungsvertreter, besorgt darüber, dass sie einen hervorragenden Offizier verlieren würden und vielleicht einen prominenten Kritiker erhalten, appellierten an ihn, zu bleiben.
US-Botschafter Karl W. Eikenberry brachte ihn nach Kabul und bot ihm einen Job als seinen leitenden Mitarbeiter der Botschaft an.
Von dort wurde er nach Hause geflogen zu einem Unter-vier-Augen-Gespräch mit Richard C. Holbrooke, dem Sonderbeauftragten für Afghanistan und Pakistan.
“Wir haben den Brief sehr ernst genommen, denn er war ein guter Offizier.”
sagte Holbrooke in einem Interview.
Holbrooke bot Hoh an, seinem Team in Washington beizutreten und sagte:
“Wenn Sie wirklich die Politik beeinflussen und zur Senkung der Verluste des Krieges von Leben und Gütern beitragen wollen warum nicht im Inneren des Gebäudes sondern ausserhalb, wo Sie viel Aufmerksamkeit bekommen, aber nicht die gleiche politische Wirkung erzielen werden?”
Hoh akzeptierte das Argument und die Arbeit, änderte aber eine Woche später wieder seine Meinung.
“Ich bin kein Pazifist, irgendein haschischrauchender Hippie, der will, dass sich alle lieben.”
sagte Hoh. Über seine Zeit in Zabul sagte er, es war der “zweitbeste Job, den ich jemals hatte.
Ich will, dass die Menschen in Iowa, Arkansas oder Arizona ihre Kongressabgeordneten anrufen und sagen: ‘Hör’ mal, ich finde, das ist nicht richtig.’”
Die vielen Afghanen, schrieb er in seinem Rücktrittsschreiben, sind im Kampf gegen die Vereinigten Staaten vor allem deshalb, weil US-Truppen dort sind – eine immer grössere militärische Präsenz in den Dörfern und Tälern, in denen Aussenstehende, einschliesslich anderer Afghanen, nicht willkommen sind und wo die korrupte, US-gestützte nationale Regierung zurückgewiesen wird.
Hoh sagte, dass die angeforderten Truppen der Vereinigten Staaten in Afghanistan und das Sterben der eigenen Soldaten sinnlos seien, da sich das Land im Wesentlichen in einem eigenen – für die USA fernen – Bürgerkrieg befindet.
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Quelle: http://www.theatlanticwire.com/opinions/view/opinion/Why-Matthew-Hoh-Resigned-From-Afghanistan-1405
Topics: Politik | 5 Kommentare »
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27.Oktober 2009 at 19:35
Was heißt denn hier sinnlos? Herrn Matthew Hoh scheint der Sinn des Krieges für den Kapitalismus in seiner Krise nicht gegenwärtig zu sein. (…) Wie man es so zum Marine Corps Kapitän bringen kann, verschließt sich mir.
Man unkt ein viel größerer Krieg wird kommen, wenn endlich die zweite Welle der gegenwärtigen Krise über uns einbricht, weil „wir“ die erste mit ihren Ursachen bekämpfen wollen. Mehr Deregulierung, mehr Papiergeld, mehr Kredit, mehr prekäre Beschäftigungsverhältnisse.
Und auch potentielle Gegner sind schon ausgemacht.
Die müssen uns ja jetzt nur noch einen Grund „liefern“.
Notfalls helfen die Geheimdienste ein wenig nach, die „freie“ Presse tut es ganz sicher.
Na hier und da schauen wir ja gerade nach der A-Bombe.
Und wer weiß, auf welchem Wege eine zutage kommen wird…
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27.Oktober 2009 at 21:08
Mit ihm werden sie wohl nicht dasselbe machen können wie einst mit Pat Tillman, aber er wird sich schon auf einiges gefasst machen müssen. Typen wie CFR-Bilderberger Holbrooke sind es, die seit Jahrzehnten eine gigantische Blutspur hinterlassen. In seinem Fall: Bosnien, Kosovo, Irak, Afghanistan.
Ein moderner Kissinger, der sich übrigens in den gleichen Kreisen wie der kleine Hornbrillenträger mit der Leichenstimme herumtreibt.
Bitte hört auf den Krieg als “sinnlos” zu bezeichnen. Solche großen Aktionen werden nicht aus Versehen oder aus Sinnlosigkeit durchgeführt. Füe diejenigen, die vom Krieg profitieren ist er mit Sicherheit nicht sinnlos. Außerdem ist er Garant für den fortschreitenden Abbau von Demokratie und Freiheit im Westen, deshalb braucht man ihn. Und schlussendlich kann man in Afghanistan mehr oder weniger diskret neue Waffen, Taktiken und auch Überwachungstechnologien ausprobieren. What goes around comes around. Demnächst dann bei uns.
Ein Wort an die Bundeswehr: Boykottiert den Scheißkrieg. Lasst Euch doch nicht immer wieder für dumm verkaufen und verheizen.
“Ein Soldat wird lange und hart kämpfen wenn er dafür ein buntes Stück Blech umgehängt bekommt.”
- Napoleon Bonaparte
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28.Oktober 2009 at 02:21
Ich wünsche dem aufrechten Mann Matthew Hoh einen guten Job.
Er möge seinen Frieden und sein Glück finden, auf das er wahrhaftig bereue, sich als junger Mann auf die Phrasen der Militärs eingelassen zu haben.
Love, peace and respect
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28.Oktober 2009 at 02:31
Bevor ich es vergesse, schaut Euch den JAHRHUNDERTMANN Rob Savelberg unbedingt bei youtube an: Merkel und die 100.000 DM Frage.
Das ist der Hammer.
In zwei Tagen über 370.000 Zugriffe.
UND ES GEHT IMMER WEITER.
TAG UND NACHT
Die beste MONTAGSDEMO seit langem.
Virtuell
Kann man auch gut im Winter hingehen!
Das Ding wird auf 1 Million hochgepusht.
Das ist so simpel.
Und so so sympatisch.
Wie dieser holländische Junge die Muppet-Show auf der Tribüne blossgestellt hat => Weltklasse!
Die werden uns nicht mehr los.
Sogar das ZDF hat schon einen Spot gedreht bei Frontal 21 um die Sache in Bausch und Bogen ins Lächerliche zu ziehen.
Ob die die Gefahr riechen…?
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28.Oktober 2009 at 10:44
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von MikeMcDay, CONTRACOMA erwähnt. CONTRACOMA sagte: Ranghoher US-Diplomat quittiert wegen Sinnlosigkeit des Krieges Dienst in Afghanistan: Matthew Hoh hat seinen D.. http://bit.ly/LSBfl [...]
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