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ARD-ZDF-Umfragen: die Piratenpartei und die "Sonstigen"

Von Daniel Neun | 5.September 2009

Stimmen die Prognosen der öffentlich-rechtlichen Sender bezüglich der Bundestagswahl?

Auch heute wieder wurde eine Wahlprognose für die Bundestagswahl veröffentlicht, diesmal durch Infratest Dimap für die ARD. Wieder wurde die Piratenpartei ausgeblendet. Zudem einigermassen merkwürdig: zum dritten Mal hintereinander (1) kamen in dieser Umfrage die “Sonstigen”, also alle Parteien welche nicht im Bundestag vertreten sind, zusammen auf nur 4 Prozent. Dabei ist die Piratenpartei erst seit einigen Monaten ein politischer Faktor geworden, hat innerhalb von Wochen ihre Mitgliederzahl auf über 7000 Mitglieder verdreifacht und dabei ohne Zweifel neues Wählerpotential für sich gewinnen können. Doch diese Wähler scheinen irgendwie nicht ganz so wichtig zu sein, jedenfalls nicht wichtig genug für die Staatssender ARD und ZDF.

Denn mit dem Zweiten sah man noch viel konsequenter hin. Waren im ZDF-Politbarometer vom 7.August die “Sonstigen” noch wie üblich in der “politischen Stimmung” nicht weiter erwähnt, so kamen sie doch in der “Politbarometer-Projektion”, in der “längerfristige Überzeugungen und Bindungen an die Parteien sowie koalitionstaktische Überlegungen eine etwas größere Rolle spielen” sollen, auf unverändert 6 Prozent. (2)

Doch scheinbar haben wir uns die letzten Wochen “alle nur eingebildet. Denn fortan sank der Anteil der “Sonstigen”, darunter die Piratenpartei über die sonst jeder redet ausser das ZDF vielleicht, in der “Politbarometer-Projektion” vom 21.August (3) erst auf fünf Prozent und dann gestern auf vier Prozent. (4)

Was ist da los? Soll das eine pädagogische Massnahme des öffentlich-rechtlichen Staatsfernsehens sein, nach dem Motto “Setzt sich der Wähler auf die eine Seite des Bootes, setzen wir uns auf die andere”? Will uns hier jemand auf den Arm nehmen?

Dass der ganze Rest der Parteien seid 19 Jahren nur Mist baut und keinen mehr interessiert – zumindest nicht, wenn es darum geht wie es einmal besser wird und nicht darum wie es verhindert werden kann dass es noch schlimmer wird – kann durchaus als Mehrheitsmeinung der Bevölkerung bezeichnet werden. Die einzigen Argumente gegen die Piratenpartei sind denn auch, dass sie erstens nicht gleich zu allen Themen (auf denen alle anderen Parteien nur versagt und gelogen haben) fertige Programme und Konzepte haben und dass sie zweitens sowieso keine Chance haben in den Bundestag einzuziehen. Dieses Argument, “Gewissen unter Anpassung”, ist das schlechteste überhaupt was man in einer Demokratie haben kann und genau auf diese typische Unterwerfungsmentalität zielt offenbar auch die ebenso staatliche, wie kommerzielle Meinungs-”Forschungs”-Industrie, welche am 30.August bei den Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und dem Saarland sowieso gezeigt hat dass niemand so rechts auf sie hören will.

Es wäre im Interesse der Glaubwürdigkeit von ARD und ZDF die Piratenpartei jetzt endlich in die Umfragen mit aufzunehmen. Oder sie stehen am Wahlabend noch dümmer da als ohnehin. Dass die Piratenpartei auf jeden Fall ein Ergebnis über zwei Prozent einfahren wird, pfeifen die Tauben den Spatzen schon seit geraumer Zeit vom Dach herunter. Die dritte Umfrage auf StudiVZ in Folge – mit 45.000 Teilnehmern und nicht mit 1500 wie bei der ARD/Infratest-dimap – liegt die Piratenpartei mit Abstand vor allen anderen Parteien (5).

Das mag sich um ein Bildungsphänomen handeln und nicht repräsentativ für den “Durchschnitt” der Bevölkerung oder deren Fernsehsender sein; für die Aufnahme als eigenständige Partei in die Wahlumfragen als bewiesenermassen relevanter politischer Faktor sollte es aber in der Tat genügen.

(…)

27.08.2009 ARD-Umfrage: CDU bei 35 %, Piratenpartei ausgeklammert
18.08.2009 Piratenpartei: erste neue Bundestagspartei seit 19 Jahren?
12.08.2009 Umfrage: Piratenpartei bei zwei Prozent

Quelle:
(1) http://www.infratest-dimap.de/umfragen-analysen/bundesweit/sonntagsfrage/
(2) http://politbarometer.zdf.de/ZDFde/inhalt/3/0,1872,1020771_idDispatch:8853440,00.html
(3) http://politbarometer.zdf.de/ZDFde/inhalt/3/0,1872,1020771_idDispatch:8894239,00.html
(4) http://politbarometer.zdf.de/ZDFde/inhalt/27/0,1872,7670875,00.html
(5) http://www.radio-utopie.de/2009/09/02/piratenpartei-der-wahlkampfspot-der-digitalen-buergerrechtler/

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Topics: Politik | Kommentare deaktiviert

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Kein Kommentar to “ARD-ZDF-Umfragen: die Piratenpartei und die "Sonstigen"”

  1. Piratenpartei-News (piratennews) 's status on Saturday, 05-Sep-09 08:30:05 UTC - Identi.ca meint:
    5.September 2009 at 10:30

    [...] http://www.radio-utopie.de/2009/09/05/ard-zdf-umfragen-die-piratenpartei-und-die-sonstigen/ a few seconds ago from api [...]

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  2. Kritiker meint:
    5.September 2009 at 10:55

    Vielleicht ist aber auch der Wunsch Vater des Gedanken, das die Piratenpartei so viele stimmen bekommt. Am letzten Sonntag hat sich die Piratenpartei tatsächlich nicht mit Stimmenruhm bekleckert.

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  3. Meinungsumfragen – die zweite große Lüge - blog von mattin meint:
    5.September 2009 at 10:57

    [...] [...]

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  4. Janus meint:
    5.September 2009 at 10:58

    Off Topic:

    Daniel, habe einen kleinen Musik-Tipp.

    Kai Niemann – Wir sind das Volk.

    Das lohnt sich.

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  5. Schon GEZahlt? meint:
    5.September 2009 at 11:44

    Da die Piratenpartei gegen GEZ-Gebuehren auf Computer einsetzt ist sie der natuerliche Feind der oeffentlich rechtlichen.

    Koennte aber auch sein, dass die ARD/ZDF wirklich keine Ahnung von der Piratenpartei haben.
    Selbst die Emnid-Umfrager kennen die Partei noch gar nicht.

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  6. lupus meint:
    5.September 2009 at 12:13

    ARD/ZDF haben sogar mehr als Ahnung vor der Piratenpartei. Sie haben schiere Angst vor ihr.

    “Erst ignorieren sie dich…”

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  7. Nino meint:
    5.September 2009 at 13:46

    @Kritiker

    Die Piraten haben sind in Münster und Aachen in nur 8 von 33 Bezirken angetreten und haben trotzdem 1,9% der Gesamtstimmen erreicht!

    In den 8 Bezirken in denen sie angetreten sind war das niedrigste Ergebnis >6% und das höchste >9%.

    Das sind Indikatoren für die Bundestagswahl!

    Ich empfehle dir lifegen.de und deren Wahlprognose.

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  8. Knut Richter meint:
    5.September 2009 at 13:50

    Die Strategie der sogenannten etablierten Parteien ist derzeit, alle anderen Parteien Tot zu schweigen, und nicht auf diese aufmerksam zu machen.
    ARD und ZDF ist Staatsfernsehen, und bekommt natürlich entsprechende Hinweise. Denn wenn du in den Medien nicht vorkommst existierst du nicht. Das ist Wahlkampf wie ihn sich Frau Merkel, Westerwelle, die Grünen und Roten und Herr Steinmeier wünschen.

    Leider ist das Internet in dieser Beziehung möglicher weise noch nicht stark genug. Wir sind eben nicht in Amerika.

    Aber wir können jetzt den Grundstein für kommende Wahlen legen. Bis dahin wird so mancher Verlag und manches Programm verschwunden sein. Und da werden wir da sein.

    wenn wir nur wollen!
    Politik ist das bohren von dicken Brettern. haltet nur lange genug durch, und lasst Euch nicht beirren!

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  9. specialK meint:
    5.September 2009 at 14:52

    Schlanker Staat, Transparenz und Fair Play passen halt nicht zu den Öffentlichrechtlichen.

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  10. Twitgeridoo meint:
    5.September 2009 at 15:01

    Spätestens, wen wir im bundestag sitzen müssen sie aufwachen! Doch besser wäre es (nicht nur für ihr Image), wenn sie es vorher täten. ;)

    Die Piraten sind einfach die wichtigste neue politische Kraft in unserem Land und weltweit!
    Wer das ignoriert, wird sich auf lange Sicht gesehen, selbst ins Abseits stellen!

    ARR!

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  11. Franse meint:
    5.September 2009 at 15:38

    Wenn die Piratenpartei schon bundespolitisch relevant wäre, dann wären die “Sonstigen” höher. Viel mehr als 1% wird es nicht, davon geht auch die Piratenpartei selbst aus.

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  12. Mike meint:
    5.September 2009 at 16:07

    Man muss halt sehen, wie die Umfragen zustande kommen: Anrufe bei 1000-2000 Leuten aufs Festnetz:

    1. Ist die Ungenauigkeit sehr hoch, besonders bei kleinen Parteien (von den 1000-2000 darf man noch die Nichtwähler abziehen!).

    2. Blendet diese Methode rund 6% der Wahlberechtigten aus, die nur noch Handy haben (und uU zu einem höheren Anteil Pirat wählen, weil jünger).

    Und was ist, wenn eine 1300 Personen == 1000 Wähler Umfrage plötzlich statt 15 Piraten (1,5%) 30 Piraten erfasst? Die Umfragen müssen wegen der möglichen hohen Abweichungen noch mit cleveren Statistischen Mitteln gewichtet werden -> da werden dann doch < 3% Piraten errechnet.

    Parteien sind lokal unterschiedlich stark, das muss in die Berechnungen eingebaut werden. Für die Piraten gibt es da aber noch keine guten Zahlen.

    Ich glaube einfach, dass die Umfragen bei kleinen Parteien eine sehr hohe Ungenauigkeit haben. Böse Absichten will ich hier niemandem unterstellen.

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  13. Hanns Blunck meint:
    5.September 2009 at 16:40

    natürlich wäre es schön, wenn eine neue unverbrauchte kraft wie die piraten wie von null auf hundert in den bundestag kämen, aber ist das realistisch? am schlimmsten ist die vorstellung, dass nach dem 27.9. genau so eine rechte politik wie seit 1998 betrieben würde. noch können wir das weiterso verhindern und ich persönlich habe auch eine kleine hoffnung ,dass dies gelingen kann. Warten wir es ab!

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  14. cyro meint:
    5.September 2009 at 20:28

    Hab schon letzte Woche bei der ARD Angefragt, wieso es eigentlich keine Aufschlüsselung der Sonstigen gibt. Wenn die Sendezeit zu knapp ist, kann man die Listen ja ins Netz stellen. Hab sogar ne Antwort bekommen. Die schieben aber alles auf Infratest Dimap, da diese nur die angezeigten Werte an die ARD weitergeben würden. Naja, und von Infratest Dimap warte ich heute noch auf Antwort.

    Aber lasst euch nicht beirren. Wenn bei der Wahl die Piratenpartei gut abschneiden ist der Zeitpunkt gekommen, die Prognosen der ARD und ZDF öffentlichwircksam in Frage zu stellen.

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  15. asdfadsf meint:
    5.September 2009 at 20:34

    Auch wenn ich die Piraten super finde und auch wählen werde, kann ich die Forderung nicht verstehen, solange die Piraten nicht an der 5% Hürde kratzt, denn dann müssten auch die Rechten und die Tierschutzpartei ihren eigenen Balken bekommen. Die Umfragen sind doch sowieso egal, wichtig für die Piraten ist nur, dass alle die Piraten wählen würden die auch tun und nicht wegen “der verschenkten Stimme” darauf verzichten. Zumal eine Stimme für eine Partei die man gar nicht möchte eher verschenkt ist als eine für eine Partei die man unterstützt aber nicht in denn BT kommt.

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  16. sweetspot meint:
    5.September 2009 at 20:58

    @11 Franse

    War heute beim Piraten-Infostand dabei. Kann dir sagen, dass der Zuspruch überraschend positiv war. Viele, besonders Ältere, hatten den Durchblick!

    Ich glaube sehr wohl an die 5%!!!

    sweet.

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  17. Leo Trotzki meint:
    5.September 2009 at 21:38

    Grundsätzlich richtiger Gedanke!!!
    Seit einigen Jahren beobachte ich immer wieder gewaltig Diskrepanzen zwischen den Umfragen und dem tatsächlichen Wahlergebnis. Das ist wohl eine subtile Art von Wählermanipulation.
    Aber: Es ist zu bedenken, wie die Piraten thematisch aufgestellt sind. Im Endeffekt eine Klientelpartei, festgelegt auf einen kleinen Themenbereich. So etwas liegt für die meisten Bürger auf einer Ebene mit “Frauenpartei”, “Autofahrerpartei” und “Kaninchenzüchter für ein christlich-fundamentalistisches Europa”. In sofern könnte die Prognose “unter 5%” wohl realistisch sein.
    Ich möchte die Piraten nicht herabwürdigen. Sie sind die einzige Partei, die multinational strukturiert ist. Einem freien Internet kommt beim politischen Wandel eine zentrale Bedeutung zu, immerhin ist das Web die letzte demokratische Medienplattform. Aber ob das als Aufhänger für einen Wahlkampf wirklich reicht?
    Ich wünschte, die 5%-Hürde würde endlich wegfallen, wäre dann sehr viel bunter in diesem Land.

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  18. walter meint:
    6.September 2009 at 10:26

    Anscheinend haben selbst “aufgeklärte” Menschen noch nicht begriffen, dass ALLE Parteien korrupt sind ;) Die Anzahl der Menschen, die die “Matrix” (=Demokratie) ablehnen ist einfach zu groß geworden, so dass ein “Auserwählter” (=Piraten) her musste um diese zu kontrollieren :D
    Wenn sie NOCH NICHT korrumpiert sind, dann wird das noch passieren oder sie werden vom Verfassungsschutz unterwandert (soll jetzt nicht heissen, dass die NPD nicht korrupt ist, die gäbe es ohne den Verfassungsschutz ja garnicht mehr ^^ )

    Das einzig sinnvolle wäre mMn die Stimme ungültig zu machen, wenn mehr als 50 % der Wähler das machen würden, könnte man vllt. argumentieren, dass das Volk den Artikel 146 GG “gewählt” hat und eine neue Verfassung fordert. Bin kein jurist, mag sein dass ich total auf dem Holzweg bin, dennoch wäre das ein viel stärkeres Signal als sich als “Wahlschaf” zu outen und einer Partei seine Stimme zu geben!

    Also: Zur Wahl gehen und den Stimmzettel komplett durchstreichen !!!

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  19. Spetiker meint:
    6.September 2009 at 12:24

    Rosa Luxemburg sagte mal:”Könnten Wahlen etwas verändern, würde man sie verbieten.”
    Ich würde es anders ausdrücken. Egal welche Partei nach der Wahl die meisten Stimmen hat; im Bundestag landen wieder diesselben an der Spitze die jetzt auch dort sind.

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  20. Andy66 meint:
    6.September 2009 at 12:33

    Wer hat von Euch bei einer Wahlumfrage per Telefon teilgenommen oder abgelehnt?

    Wieviele von den potentiellen Piratenwählern sind im Telefonbuch eingetragen (Datenschutz)?

    Ich wurde noch nie wegen Wahlumfrage angerufen worden (ich habe die Speicherung im Telefonbuch nicht zugestimmt).

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  21. Keba meint:
    6.September 2009 at 19:26

    Schwankungen von ein paar Prozentpunkten sind doch bei gerade mal 1,5k Befragten nahezu normal. Schau dir doch mal die letzten Umfragen vor der ’05er Wahl an und vergleich allein mal wie viel die SPD noch “zulegen” konnte. ;)

    Verdammt, man sollte sich nicht so viel in Umfragen reinsteigern. Das fordert doch nur zu Manipulationen auf. Wenn Leute nach Umfragen wählen, fällt doch auch gar nicht auf wie falsch die waren? Man sollte _immer_ die Partei, mit der man am meisten sympatisiert seine Zweitstimme geben. Wer unbedingt taktisch wählen will, kann taktisch mit einer Erststimme eh viel mehr ausrichten…

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  22. Was war zuerst da? Der Balken oder 5 Prozent? meint:
    7.September 2009 at 20:34

    [...] spricht in “ARD-ZDF-Umfragen: die Piratenpartei und die “Sonstigen”“schon fast von Manipulation und ob “das eine pädagogische Massnahme des [...]

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  23. sokrates meint:
    9.September 2009 at 03:07

    Was ZDF oder ARD in Ihren Umfragen verbreiten tut doch im Grunde nichts zur Sache. Wer, wenn man ehrlich ist, interessiert sich denn in der Bevölkerung ernsthaft dafür?
    Es wird über mögliche Koalitionen geredet, doch wirkliche Veränderungen erwartet niemand.
    Deswegen sind die Piraten genau die richtige Partei zur rechten Zeit.
    Wenn alle zum Wählen gehen, kann ein Zeichen gesetzt werden. 5 Prozent werden es wohl nicht werden, aber 2 Prozent plus X sind drin und das wäre ein riesiger Erfolg. In der Folge entsteht Aufmerksamkeit und Interesse in der Öffentlichkeit, die etablierten Parteien werden dann versuchen die Piraten sowohl zu diskreditieren als auch zu diffamieren und 2013 ist dann die 5 Prozent-Hürde drin. Wie hier bereits schon geschrieben wurde, “dicke Bretter müssen erst gebohrt werden”.
    Auf zur Piraten-Wahl am 27.9.!

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  24. Tilman meint:
    9.September 2009 at 19:08

    Dazu muss man noch sagen, dass die Jungwähler normalerweise weniger zur Wahl gehen als z.B. Leute so ab 60+. Sollte das diesmal anders sein – z.B. wegen den Piraten – kann es gut sein dass die Umfragen sich täuschen. Aber das weiß man eben erst nach der BW09, wieviele wirklich hingegangen sind.

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  25. harry meint:
    9.September 2009 at 20:47

    @ Tilman u.a.

    Betr. forsa-Daten zur BT-Wahl
    -> http://www.wahlrecht.de/umfragen/forsa.htm

    Die “Sonntagsfrage”-Prozentuierung des Dr. Manfred Göllner (”forsa”) sind v o r der/den Wahl/en nicht seriös: sie erfassen lt. link-Tabelle nicht die noch Unentschlossenen, von denen ein Teil doch wählt (davon um 2 % ungültig bei der letzten NRW-Kommunalwahl 30.08.09) und ein anderer Teil nicht (mehr oder noch nicht) wählt (NRW 30.08.09: 47 % der Wahlberechtigten). Ist erstmal gewählt worden, ist die Wahlbeteiligung für Stimmenanteile und Sitzverteilung/en unwichtig. Dann kommt´s wie nächstens bei der BT-Wahl am 27.09.09 vor allem auf die 5-Prozent-Sperrklausel an. Diese halte ich grad bei den hochprozentigen BT-Wahlen (auch nicht erst seit gestern) für antidemokratisch: 1 % tät auch reichen.

    Harry

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