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Demonstrationen für Spielkultur: "Wir sind Gamer"
Von petrapez | 23.Juli 2009
Computer- und Videospieler demonstrieren am 25. Juli 2009 in Berlin, Köln und Karlsruhe
Computer- und Videospiele werden in der Politik zunehmend zum Sündenbock für gesellschaftliche Probleme gemacht. Damit geht eine Stigmatisierung sanftmütiger Computer- und Videospieler
einher. Wir als friedliche Gamer fordern von der Politik eine konstruktive Auseinandersetzung mit der Jugendkultur Gaming. Dafür gehen wir am 25. Juli 2009 in Berlin, Köln und Karlsruhe auf die
Straße.
Nach der Absage einer Liga-Veranstaltung des elektronischen Sports haben am 5. Juni 2009 im Rahmen der Independent Friday Night Game – Demonstration für Jugendkultur in Karlsruhe bereits
mehrere hundert Gamer friedlich für die Spielkultur demonstriert. Dennoch wurde noch am gleichen Tag von der Innenminister-konferenz der Länder Beschluss gefasst, ein “Herstellungs- und
Verbreitungsverbot” von Action-Computerspielen zu fordern. Die Hetzjagd gegen friedliche Spieler hat danach immer absurdere Ausmaße angenommen. Ihr trauriger Höhepunkt war die Absage der
Convention Xtreme in Karlsdorf-Neuthard, einer der größten und bekanntesten LAN-Parties im süddeutschen Raum. Durch die Auflage der Stadt, dass auf der Veranstaltung Spiele wie Warcraft 3
(freigegeben ab 12 Jahren) oder Counter Strike (freigegeben ab 16 Jahren) nicht gespielt werden dürfen, mussten die Veranstalter die LAN-Party absagen. Ohne diese beiden überaus beliebten Spiele hätte die LAN-Party keinen Zuspruch der Spieler erhalten.
Wir als friedliche Gamer sehen nicht ein, wieso Spiele mit einer Freigabe ab 12 oder 16 Jahren von Erwachsenen nicht gespielt werden dürfen. Wir sehen es nicht ein, dass viele Politiker sich mit der Jugendkultur Gaming nicht auseinandersetzen, sondern sie als Allzweck-Sündenbock im Vorfeld der Wahlen missbrauchen. Daher gehen wir Gamer wieder auf die Straße. Dabei suchen wir den Dialog mit Politikern und Eltern und möchten zeigen, dass Computerspiele zu einem Kulturgut geworden sind. Computerspiele verbinden länderübergreifend Menschen und Generationen.
Wir rufen alle Computerspieler auf, sich uns anzuschließen.
Neben LAN-Party-Vereinen, Spieleshops, und Gamingclans haben bereits erste Bundespolitiker ihre Unterstützung zugesagt.
Das Programm der jeweiligen Demonstration sowie weitere Informationen sind auf der Webseite www.WirSindGamer.de zu finden.
Das Team von wirsindgamer.de
Kontakt:
Norman Schlorke
Norman.schlorke@gmx.de
Skype: scorpion016
Karlsruhe, 20. Juli 2009
Quelle: http://aktion-jugendkultur.de/pressemitteilungen/
Topics: Allgemein | Kommentare deaktiviert
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23.Juli 2009 at 23:15
Besser wäre wohl eine generelle Demo gegen die allgemeine Verbotskultur und den Überwachungsstaat gewesen. Siehe:
http://www.mmnews.de/index.php/200907233374/MM-News/Der-dumme-Untertan.html
“Immer mehr Menschen wollen Unterhaltung statt Bildung.”
Früher hat man an der frischen Luft gespielt oder Sport gemacht. Oder “Killerspiele” im Wald veranstaltet (althd. Jagd). Heute sitzt man vor der Glotze und wäscht sein Hirn mit Bits & Bytes.
Ab und zu eine Daddelei ist ja kein Thema. Aber die meisten übertreiben es einfach.
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24.Juli 2009 at 05:21
Oder ist es vieleicht so das man onanieren deswegen verbieten möchte ….weil man die Bereitschaft zu vergewaltigung sogar fördern möchte …
Auch darüber könnte man nach-denken
Schliesslich brauchen wir gewaltbereite Soldaten ….wäre doch echt blöd wenn die jungen Leute sich ihre Bedürfnisse im Internet-online-Spiele befrieden ….da bleibt ja nichts mehr für das real-Life ( Afganistan usw. ) mehr übrig .
Von daher macht es schon sinn solche Spiele zu verbieten
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24.Juli 2009 at 10:21
Schade, dass echte Waffenspiele wie in Afghanistan oder im Irak nicht verboten werden, wo wirklich Menschen ums Leben kommen.
Könnte man Kriege nicht auch virtuell durchführen?
Oder statt Waffen Computerspiele herstellen?
Da hätten sicher viele Soldaten mehr Spaß dran.
Ein entfernter Verwandter von mir aus den USA ist übrigens Anfang 2007 im Irak ums Leben gekommen. Er hieß Miguel und ich weiß noch wie er als kleines Kind beim Besuch seiner Eltern in Deutschland bei uns herumgetollt ist.
Ich habe auch zig Nächte mit Computerspielen verbracht und mir dabei meine Augen ruiniert.
Das Problem ist einfach, dass junge Menschen in unserer Gesellschaft praktisch kaum noch Möglichkeiten haben Erfolgslerebnisse und Anerkennung zu bekommen.
Menschliche Arbeit zählt heute kaum noch was. Alles ist perfektioniert und automatisiert.
Alles ist gesetzlich geregelt und lässt kaum noch Freiräume zur Entfaltung. Die Bauvorschriften waren früher (50er Jahre) ein dünnes Heftchen und haben heute die Ausmaße eines Brockhaus-Bandes.
Trotzdem stürzen Supermarkt- und Eislaufdächer ein. Die meisten Brücken wird man in ein paar Jahrzehnten nicht mehr benutzen können, weil der Beton überall Risse aufweist aufgrund von Schrumpfungsprozessen (schnell aushärtender Beton).
Die Römer würden sich ins Fäustchen lachen, wenn sie noch sehen könnten wohin es die “Germanen” inzwischen gebracht haben im Vergleich zur BauKUNST von früher (Pont du Gard etc.).
Um ein Auto zu reparieren ist es heute wichtiger Computer zu programmieren als ein gutes Gehör und handwerkliches Geschick zu haben. Dafür steigt die Anzahl der Pannen so wie komplexere Software niemals fehlerfrei sein kann.
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