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Da wo die FDP mitregiert wird es für den Geist sehr dunkel
Von Jochen Hoff | 12.November 2008
Natürlich ist die FDP keine Partei, die irgendein Mensch mit gesundem Menschenverstand wählen würde. Sie vertritt genau die 10 Prozent der Menschen in Deutschland, denen über 60 Prozent allen Eigentums gehört. Sie ist eine der bösartigsten Klientelparteien die es weltweit gibt und wer jemals Brüderle über Deutschland sprechen gehört hat, der weiß, warum in diesem Land kaum etwas geht. Oder besser warum nichts Gutes für die Menschen passieren darf.
Überall wo die Partei der Raffer, Abzocker, Steuerhinterzieher und Gewissenlosen mitregiert verschlechtern sich die Lebensbedingungen der Menschen rapide, vor allem aber der arbeitenden Menschen, der Schwachen, Alten und Kranken die immer sofort drastisch betroffen sind. Es geht eben darum alles Geld für die eigene Klientel zu sammeln. Raffkes eben.
Aber selbst da, wo die FDP noch gar nicht in der Regierung ist, sorgt sie schon gleich für Furore. In Hessen haben es ja die Truppen um Clement und wahrscheinlich gekaufte Verräter es geschafft, eine vernünftige Regierung für Hessen zu verhindern. Es wäre sicherlich keine besonders gute Regierung geworden, aber eine vernünftige, mit zumindest etwas mehr Augenmaß. Eine Regierung die wenigsten registriert hätte, dass es da im Land Menschen gibt die für ihr Brot arbeiten müssen. Die hat Koch bis heute noch nicht bemerkt.
Nun ist dieser Versuch Geschichte. Aus diesem Versuch heraus bleibt nur eine positive Nachricht. In Hessen wurden die Studiengebühren abgeschafft. Die Studiengebühren wurden ja überall in Deutschland eingeführt, weil die Familie Mohn/Bertelsmann nicht will, dass die Unfähigkeit ihrer Kinder und Enkel offenbar wird und weil sie an dummen Menschen eben mehr Geld verdienen können.
Die Familie Mohn und die FDP sind beide die gleichen widerwärtigen Vertreter eines Elitedenkens, bei dem eine Elite zum Beispiel dadurch geschaffen wird, das man einfach die Menschen verblödet, wie durch RTL oder Stern, oder ihnen von Anfang alle Chancen auf eine gerechte Teilhabe nimmt. Mal im Ernst, kann sich jemand, Gerhardt oder Westerwelle in einer halbwegs normalen Partei, oder gar in einer Umgebung vorstellen, in der Menschen für ihr Geld arbeiten müssen. Wohl kaum.
Da verwundert es auch nicht, wenn diese in Hessen nicht gewählte FDP, als wichtigste Forderung, die erneute Einführung der Studiengebühren hat. Sie quasi zur Voraussetzung für Koalitionverhandlungen nach einer Wahl macht, deren Ergebnis noch gar nicht abzusehen ist. Früher hätte selbst so ein erbärmlicher Typ wie der hessische FDP-Chef Jörg-Uwe Hahn abgewartet, bis der der Wahlkampf fast zu Ende gewesen wäre, aber heute ist man sich so sicher, dass man schon vor der Wahl die Prioritäten bestimmt.
Aber das kann der Hahn ja auch machen. Er wird ja bestimmt gewinnen. Alle Demoskopen werden ihn schönrechnen, die Medien werden alles tun, um die Wähler zu beeinflussen und zum Schluss gibt es notfalls immer noch Mittel und Wege, bestimmte Auszählungen zu manipulieren. In Hessen ist mittlerweile alles vorstellbar und bei der FDP sowieso.
Warum aber will die FDP so vehement Studiengebühren, die nachweislich nur dazu führen, dass es viel weniger Studenten gibt, dass also die Wirtschaft geschwächt wird, weil ihr Ingenieure und Wissenschaftler fehlen? Die Antwort ist einfach. Die FDP denkt nicht an die reale Wirtschaft. Ihr geht es um das Wohl und Wehe der fiktiven Wirtschaft. Der Ackermänner und Geldanleger, Unternehmensberater und Juristen, die außer Jurist zu sein, jeden Beruf können.
Die Weltwirtschaftskrise macht es überdeutlich. Juristen taugen in der Wirtschaft nichts, es sei denn, sie jagen mit ihren Paragraphen. Für den Rest sind sie keine Elite. Die meisten sind nicht in der Lage eine Pachttoilette auf einem Hauptbahnhof profitabel zu führen. Wenn solche Leute aber Elite sein und bleiben wollen, dann müssen sie, wie die Familie Mohn, möglichst alle Klugen und Anständigen vom Studium ausschließen.
Denn wer klug ist macht keine Schulden für einen Abschluß, den er oder sie vielleicht nie erzielen wird. Solche Wechsel auf die Zukunft, ziehen nur Politiker und die irren Abzocker, die auch Renditeerwartungen von 25 Prozent forderten und damit die Menschheit in eine ihrer schwersten Krisen treiben. Nur die Westerwelle und Ackermänner können so verantwortungslos sein, sich für ein Studium zu verschulden, nachdem die von Ackermann und Westerwelle gestaltete Welt, der Generation Praktikum droht und eine Rückzahlung einfach nicht realistisch rechenbar ist.
Den hessischen Bürgern wird das keiner klar machen. Die Leute, die die FDP wählen, wissen, dass nur deren Denkweise sie vor dem Arbeiten schützt und es ihnen ermöglicht weiterhin zu betrügen und zu belügen. Deshalb hat die FDP auch kontinuierlich ihre Erfolge, auch wenn die meisten FDP Wähler gar nichts von ihrer Wahl haben. Sie haben eine Partei gewählt die ihre Interessen gar nicht vertritt.
Vielleicht aber kommt es ganz anders. Die Bankentürme in Frankfurt wackeln schon recht heftig. 3,1 Milliarden schreibt die Hypo Real Estate gerade wieder ab, Vor allem Real Estate klingt da richtig gut. Ob es beim nächsten mal 6, 2 Milliarden sind. Macht ja nichts, zahlt ja alles der Steuerzahler. Mit der Lohnsteuer und der Mehrwertsteuer. Merkel und Steinbrück haben sich ja extra größere Radlader gekauft, um das Geld ins Feuer zu karren.
Wird die Hypo Real Estate den Menschen die Wahrheit sagen? Wohl eher nicht. Ihr nützt die Lüge mehr. Eher erhöht die FDP das ausgezahlte Kindergeld. Aber die nächsten Banken wackeln. Alle Augen sehen auf Ackermann. Wenn sein Möbelwagen in Richtung Schweiz vorfährt, wird es lustig. Es könnte sein, dass dieser Wahlkampf einen unerwarteten Ausgang nimmt. Der Hahn könnte am Ende als Brathähnchen am Grill landen.
Die Zeiten ändern sich eben doch.
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