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NY Times: Weisses Haus führte seit 2004 weltweit Schwarzen Krieg
Von Daniel Neun | 10.November 2008
Zuerst war es eine “Verschwörungstheorie”, jetzt steht es in der “New York Times”:
Der Präsident der USA, George Bush, verlieh dem Pentagon unter Donald Rumsfeld (US-Verteidigungsminister vom 20.01.2001 bis 18.12.2006), seinen Militärgeheimdiensten sowie dem “United States Special Operations Command” (USSOCOM) per Exekutivbefehl (“Executive Order”) die Generallvollmacht weltweit verdeckte militärische Operationen auf eigene Faust durchzuführen.
Dokumentiert ist dies, so der Bericht, in einem Geheimpapier namens “Al Qaeda Network Exord”. Es wurde dem Bericht zufolge im Jahre 2004 von Präsident Bush genehmigt und ist von Rumsfeld unterschrieben.
Laut NYTimes werden in dem Geheimpapier verdeckte militärische Operationen – also Kriegshandlungen – in “15 bis 20 Staaten” erwähnt. Der Zeitungsbericht erwähnt namentlich nur Syrien, Pakistan, Jemen, Saudi-Arabien und Somalia.
Nicht erwähnt werden Spanien, die Türkei, Indonesien, Tunesien und alle anderen Staaten, in denen es blutige Attentate unter dem Siegel der “Al Qaeda” gegeben hatte und die sämtlich mit Verwicklungen und/oder Vorwissen von Geheimdiensten oder Behörden glänzten.
n Djerba (Tunesien) waren bei einem Attentat am 11.April 2002 einunzwanzig Touristen (darunter 14 Deutsche) um´s Leben gekommen. Im Juni bekannte sich dann “die Al-Qaida” zu dem Attentat, wie es hiess. Deutsche Geheimdienste wie das BKA hatten im Vorfeld mehrere Hinweise auf das Massaker.
Es fand statt, bevor Bush und Rumsfeld nach derzeitigem Kenntnisstand dieses Dokument unterzeichneten. Aber man vergleiche jetzt mal den eigenen Kenntnisstand mit dem von gestern – oder dem von vor 5 Minuten.
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