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Peter Sodann for President

Von Mein Parteibuch | 18.Oktober 2008

Der Schauspieler Peter Sodann wurde von der Partei "Die Linke" jüngst als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland nominiert. Nun gab Peter Sodann der sächsichen Zeitung ein Interview. Auf die Frage "Muss man nicht auch den Menschen erklären, wie schwierig viele Entscheidungsprozesse in der Demokratie sind?" sagte er:

"Ich halte das, was wir haben, nicht für eine Demokratie. Es ist auch das Schwierigste, was den Menschen einfallen kann."

Das war grandios, ganz große Klasse. Denn nun fallen die Milliardärspresse gemeinsam mit dem öffentlich-rechtlichen Propagandafunk der regierenden Politkaste
über ihn her, verbreiten so jedoch die Meinung von Peter Sodann und
beweisen mit ihrer ebenso einseitigen wie dämlichen Berichterstattung
unfreiwillig, wie richtig Peter Sodann mit seiner Äußerung liegt.
Peter Sodann hält Deutschland nicht für eine Demokratie.
Wer der Meinung ist, Deutschland sei eine Demokratie, könnte nun
erwarten, dass Medien und Presse erklären, warum sie Deutschland für
eine Demokratie halten. Aber nicht ein einziger Politiker der meudalistischen Einheitsfront Deutschlands und kein Bericht in den Massenmedien von Milliardärspresse und öffentlich-rechtlichem Märchenfunk
ist auf die einfache Frage eingegangen, was eigentlich eine Demokratie
ausmacht und in welchem Maße das in Deutschland verwirklicht ist. Ist
Demokratie etwa eine binäre Eigenschaft, in der es nur ja und nein als
Zustände gibt? Wohl kaum. Demokratie ist ein Ideal, das niemals ganz
erreicht werden kann, sondern dem sich eine Gesellschaft nur in
unterschiedlichem Maße nähern kann. Abhängig von der Einschätzung, in
welchem Maße sich dem Ideal der Demokratie angenähert wurde, kann man
dann entscheiden, ob die Gesellschaftsfom mit der Bezeichnung
Demokratie zutreffend beschrieben ist oder nicht. Mein Parteibuch
bezeichnet die real existierende Herrschaftsform in Deutschland
bekanntlich als Illusion der Demokratie.
Selbstverständlich kann man auch anderer Meinung sein. Darüber kann man
nicht nur diskutieren, darüber sollte zum Wohle der Demokratie auch
diskutiert werden.
Für die herrschende Kaste von Meudalisten in Deutschland ist die
Antwort auf die Frage, wie demokratisch oder undemokratisch Deutschland
eigentlich ist, offensichtlich so peinlich, dass die Milliardärspresse
diese Frage beim Niedermachen von Peter Sodann fein säuberlich
weggelassen hat. Weil die Milliardärspresse das versäumt, macht Mein
Parteibuch hier mal eine kurze Rundreise durch die real existierenden
Verhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland, die Peter Sodann nicht
für eine Demokratie hält.

Josef Ackermann und sein Geld
Der redliche Ackermann und sein Geld
CC 2008 Urs1798

Derzeit
werden in Hinterzimmern über die Besetzung der Listenplätze die meisten
der Bundestagsmandate für die Wahl 2009 verteilt, ohne dass es eine
nennenswerte öffentliche Diskussion über diese Kandidaten gibt. Die in
der Hand von wenigen Milliardären befindlichen Massenmedien der real
existierenden Mediokratie sorgen dann mit ihrer Medienmacht dafür, dass diese Politiker mit erstaunlicher Sicherheit gewählt werden.

Die Medien sind nicht vierte Gewalt, sondern auf psychologische Kriegsführung gegen die eigene Bevölkerung spezialisierte Sprachrohre von Geheimdiensten und Milliardären. Anstelle von Äußerungsfreiheit herrschen die Schweigegebote der Doktrin des Buskeismus. Kritische Journalisten werden eingesperrt. Meinungsforschungsinstitute kontrollieren laufend, ob das Volk die Propaganda auch geschluckt hat. Die von größtenteils geheim operierenden transatlantischen Seilschaften wie der Atlantik-Brücke
gestellten Kandidaten der meudalistischen Einheitsfront Deutschlands
werden so bei der Wahl auch wieder locker auf 80-90% er Mandate kommen.
Will das Volk die transatlantische Kriegspropaganda partout nicht schlucken, dann sorgt die CIA
mit Bestechung und Erpressung dafür, dass nach der Wahl trotzdem die
Politik der Transatlantiker gemacht wird. Gewählt ist schließlich
gewählt. Und wenn das auch nicht hilft, um das Volk auf transatlantischen Kriegskurs zu bringen, dann gibt es eben Terror oder es wird gleich ein mörderischer Staatsstreich organisiert.

Menschen verhungern aus Armut. Gesetze werden in Deutschland gemacht, in dem sie von finanzkräftigen Lobbygruppen geschrieben und vom Parlament abgenickt werden. Die Politiker führen einen von A-Z verlogenen Krieg gegen Afghanistan,
obwohl das Volk dagegen ist.
Anstelle einer vom Volk in einer Volksabstimmung beschlossenen
Verfassung gibt es ein provisorisches Grundgesetz, dem von den
herrschenden Politikern still und heimlich der Rang einer Verfassung
eingeräumt wurde. Die Gewaltenteilung funktioniert nicht. Richter, Staatsanwälte und Polizisten sind weder unabhängig, noch werden sie überhaupt gewählt. Die Aufklärung von Regierungsverbrechen
wird von der politischen Führungsebene gezielt verhindert. Wer es wagt,
das öffentlich zu machen, wird von der Politjustiz verfolgt.
Bitte schön, wer das Demokratie nennen will, soll das tun. Eine
Demokratie ist eben keine ganz einfache Sache. Aber das sagt Peter
Sodann ja auch. Und nun noch was zur Bundespräsidentenwahl.
Der erste Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten ist der
transatlantische Wirtschaftsfetischist Horst Köhler,
der sich in der Finanzkrise als ehemaliger Chef des IWF mit dem Titel
"Master of Desaster" schmücken darf, und sich als Bundespräsident nicht
mal für die Heuchelei schämt, andere Banker dazu aufzufordern, um
Entschuldigung zu bitten. Als Alternative wurde von der meudalistischen
Einheitsfront Deutschlands die der wirtschaftsfetischistischen
SPD-Seilschaft Seeheimer Kreis zugehörige Gesine Schwan
aufgestellt, die für genau die gleiche Politik wie der andere Kandidat
der meudalistischen Einheitsfront steht. Das Volk darf den
Bundespräsidenten jedoch gar nicht erst wählen. Das erledigen von den
Parteien nach Proporz bestimmte Wahlmänner und -frauen. Und was dabei
rauskommt, wird ohnehin schon lange vorher in Hinterzimmern
klargemacht. Der Propagandist Bernhard Honnigfort schreibt in der dem Milliardär Alfred Neven DuMont gehörenden Frankfurter Rundschau hämisch, aber entlarvend zutreffend, zu den Chancen von Peter Sodann:

"Eine Mehrheit für den alten Linken, der zudem noch gegen
die Sozialdemokratin Gesine Schwan antritt, ist bei der Wahl der
Bundesversammlung im Mai 2009 nicht in Sicht. Aber das weiß er ja."

Mit seinem Interview in der sächsischen Zeitung hat Peter Sodann jedoch
schon vor einer Amtszeit viel für Deutschland getan. Peter Sodann hat
es gegen den Willen der Milliardäre geschafft, die Frage des Zustandes
der real existierenden Demokratie in Deutschland auf die Tagesordnung
der öffentlichen Diskussion zu setzen. Und damit, dass Peter Sodann
vorschlägt, die Nationalhymne des Fremdenhassers und Antisemiten Hoffmann von Fallersleben durch ein gescheiteres Lied zu ersetzen,
macht Peter Sodann gleich einen zweiten hervorragenden Vorschlag.
Genau das ist Aufgabe eines Bundespräsidenten. Der soll sich um die
Demokratie sorgen und mit seiner Autorität dazu beitragen, dass sie
besser wird. Von den beiden meudalistischen Kandidaten ist das jedoch
weder vor noch in ihrer Amtszeit zu erwarten. Und wenn Peter Sodann
sagt, er würde als Fernsehkommissar gern mal Josef Ackermann verhaften,
dann spricht er damit sicher vielen Menschen in Deutschland aus der
Seele, die der Meinung sind, dass es falsch gewesen ist, das
Strafverfahren gegen Josef Ackermann mit einem Deal bei Zahlung von ein paar Peanuts einzustellen. So darf man Josef Ackermann heute noch nicht mal einen Kriminellen nennen.
Peter Sodann ist eindeutig der bessere Präsident. Mein Parteibuch
erklärt sich hiermit zum Unterstützer von Peter Sodann. Peter Sodann
for President. (Quelle: Mein Parteibuch

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