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Jörg Ziercke fordert Internetzensur für Deutschland nach chinesischem Vorbild
Von Daniel Neun | 28.August 2008
BKA-Chef Jörg Ziercke hat sich in der Vergangenheit bereits als Abmahner einer Webseite blamiert, die kritisch über ihn berichtet hatte. Diese Form der Zensur reicht ihm nun wohl nicht mehr.
Der lustige BKA-Chef möchte nun gern, dass in Deutschland der Zugang zu “Webseiten mit Kinderpronographie” gesperrt wird. Die Provider sollen dazu regelmäßig Listen mit Webseiten bekommen, die sie kurzfristig sperren müssen.
Die Technik für diese Maßnahmen der Vorzensur haben westliche Internetfirmen schon seit einiger Zeit für den chinesischen Markt mit Hochdruck entwickelt. Wenn die Zensur-Technik der Provider-Sperre anhand von Sperrlisten in Deutschland einmal eingeführt ist, dann wird sie sicherlich ziemlich schnell dazu eingesetzt werden, alle möglichen Inhalte, die dem BKA, der Bundesregierung oder wem auch immer nicht passen, zu blockieren.
Prima Idee, da werden sich dann hoffentlich bald mehr Leute damit beschäftigen, wie man Proxies nutzt und damit nicht nur die Zensur umschifft, sondern auch gleich Internetüberwachung, Vorratsdatenspeicherung und bei p2p-Anwendungen das IP-Logging der Provider verhindert. Klar, dass die Internetindustrie angesichts sich dadurch verschlechternder Geschäftsaussichten für Abmahnhaie bei der Internetzensur lieber an der Quelle ansetzen möchte.
BKA-Chef Jörg Ziercke fordert übrigens auch gleich, Zugang zu antisemitischen Inhalten zu unterbinden. Ob Jörg Ziercke da mit gutem Beispiel vorangehen will und die Webseite des BKA abschaltet, bis die tiefbraune Vergangenheit des BKA restlos aufgearbeitet ist, ist bsiher allerdings nicht bekannt. (Quelle: Mein Parteibuch)
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