« Die wundersame Geschichte der IKB und Josef Ackermann im Glück | Home | Deutsches Kriegsschiff für "Manöver" mit NATO-Flotte im Schwarzen Meer »
Soziales Wirtschaften mit der IKB
Von Daniel Neun | 22.August 2008
Man stelle sich mal folgende Situation vor:
Ein Manager fährt das Auto seiner Firma mit geschlossenen Augen vor die Wand, bringt mit seinen Aufsichtsräten danach die Firma dazu, eine Reparatur des Autos für 9,8 Tausend Euro zu bezahlen, der das Auto anschließend für wenige Hundert Euro verscherbelt, wobei er dem Käufer obendrein noch eine Garantie gibt, dass er, wenn da zukünftig noch weitere Reparaturen für Tausend Euro anfallen, werde die Firma das selbstverständlich auch noch bezahlen.
Als Laie würde man da vermutlich nicht nur die wirtschaftliche Kompetenz in Frage stellen, sondern auch erwarten, dass da mal ein Staatsanwalt vorbeischaut. Ganz anders liegt der Fall natürlich bei der IKB.
Nun darf man sich überlegen, wie die gestrige Meldung der Tagesschau zum Verkauf der IKB an Lonestar zu verstehen ist. Man könnte versucht sein, diese Meldung wie folgt zu verstehen:
Die zu großen Teilen der Öffentlichkeit gehörende IKB hat unter anderem mit Krediten der deutschen Bank Wundertüten aus den USA gekauft, von denen diese selbst nicht so sehr viele haben wollte. Weil der Inhalt der Wundertüten völlig überraschend doch nicht so toll war, hat der bemerkenswert honorige Aufsichtsrat der IKB dann dafür gesorgt, dass die Bank dann mit 9,8 Mrd Euro öffentlichen Geldern repariert wurde. Gestern nun wurde die IKB für wenige Hundert Millionen Euro an die der Öffentlichkeit bereits bestens bekannte Heuschrecke Lonestar verkauft. Die öffentliche KfW-Bankengruppe hat sich bereits erklärt, mögliche Risiken durch die Übernahme des Wertpapierportfolios mit bis zu einer Milliarde Euro abzusichern. Für Manager Stefan Ortseifen, der die schicken Wundertüten aus denm USA gekauft hat, gibt es natürlich eine anständige Rente und einen dicken Bonus für die erfolgreiche Geschäftsführung und ein engagierter Staatsanwalt ist weit und breit nicht in Sicht.
Die große Kunst des Wirtschaftens mit Milliarden Euro an öffentlichen Geldern bringt Laien immer wieder zum Erstaunen. Dabei ist das Verständnis für die ordnetliche Geschäftsführung bloß eine Frage der Perspektive.
Aus Sicht der USA könnte man den Kauf der Wundertüten als eine Maßnahme zur sozialen Abfederung der Kosten der von George W. Bush um unser Öl geführten Kriege sehen, das der liebe Herrgott bekanntlich aus Versehen bei den Arabern im Sand verbuddelt hat. Das Verschenken der IKB an den netten ehemligen Morgan Stanley Banker John Grayken könnte man demnach als logischen Abschluss der IKB-Spende zur Unterstützung der gerechten Angriffskriege der USA betrachten.
Bei dieser Perspektive ist am sozialen Wirtschaften der IKB wirklich nichts irgendwie seltsames oder gar skandalöses mehr dran. (Quelle: Mein Parteibuch)
Topics: Aktuelle Nachrichten, Politik | Kommentare deaktiviert
* * */Kommentare geschlossen.
















