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    Die Medienhetze gegen Griechenland
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    Britischer Außenminister: Araber respektierten Angriff auf den Irak
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    Brief von Forum SPONtanum an den Spiegel

    Von Daniel Neun | 19.August 2008

    Mein Parteibuch hat vor etwa zwei Monaten mitgeteilt, dass sich im Forum SPONtanum Nutzer der Plattform Spiegel Online organisieren, die Verantwortliche des Spiegel dazu bringen wollen, anstelle der willkürlichen Zensur im Forum des Spiegel in eine vernünftige Moderation ihrer Threads durchzuführen.

    Nach anfänglich signalisierter Dialogbereitschaft hält es der Spiegel nun wohl nicht mehr für nötig mit seinen Nutzern über die Art der Moderation zu diskutieren. Mein Parteibuch hat ein unbeantworteter Brief des ActionBoard von ForumSPONtanum erreicht, den Mein Parteibuch der interessierten Öffentlichkeit nicht vorenthalten werden will.


    Thema: Zensur der Meinungsfreiheit im SPIEGEL ONLINE Forum:
    Ignoranz statt Dialog als Kommunikations-Strategie.

     
    Sehr geehrter Herr Büchner,
    sehr geehrter Herr Ditz,

    Sie haben wissentlich nicht auf unsere Replik zur Stellungnahme der Redaktion SPON vom 18.06.2008 und unser Begehren zur Verbesserung der Moderation im SPIEGEL ONLINE Forum geantwortet (s. Anlagen).

    Keine Antwort ist natürlich auch eine Antwort und es wird sich zeigen, wie endlich die Halbwertzeit dieses Vorgehens für SPIEGEL ONLINE nach der Ablösung Dr. Mario Franks durch Ove Saffe sein wird, der den SPIEGEL und seine Kultur aus eigenem Erleben beim SPIEGEL-Verlag von 1996 bis 2000 kennt.

    Sie können daher sicher sein, dass wir Hern Saffe zu seinem Einstieg freudig und aufrichtig begrüßen werden. Doch nun messen wir Ihre vermeintliche Einschätzung unseres Begehrens an dem von Ihnen aktuell vorgenommenen Taten zur Verbesserung der Moderation nach der von Ihnen betriebenen Art und Weise:

    1. Dazu weisen wir direkt darauf hin, dass in der Stellungnahme der Redaktion SPON vom 18.06.2008 als grundlegendes Argument für Ihre Art der Moderation angeführt wurde, dass bis zu 3.000 Beiträge am Tag einlaufen würden – damit wird ein total falsches Mengengerüst suggeriert!

    Tatsächlich hatte Herr Büchner dem betr. FAZ-Autor am 14. 03.2008 per Mail mitgeteilt, dass es sich um 15.000 bis 18.000 Kommentare monatlich handelt – darum geht es also – das macht einen täglichen Schnitt von 600 aus – und nicht um die einzig genannten und damit schöngefärbten „bis zu 3.000 Beiträge am Tag“.

    2. Änderung der Netiquette am 20.06.2008:
    Die Ergänzung um ‚Benachrichtigungen über nicht freigeschaltete bzw. gelöschte Beiträge können aufgrund der großen Zahl der täglichen Beiträge nicht erfolgen.’ bedeutet nun die eindeutige Festschreibung der willkürlichen und benutzerunfreundlichen Art und Weise der Moderation im bisherigen Stil in den Richtlinien.

    Dabei ist zu hinterfragen, ob sich das auf die große Anzahl der nicht freigeschalteten bzw. gelöschten täglichen Beiträge bezieht und ob nun zukünftig bei inhaltlicher Veränderung – sprich Zensur – von Beiträgen oder auch Profil-Einstellungen der Benutzer Benachrichtigungen erfolgen?

    3. Herr Büchner als Moderator ab 02.07.2008
    Herr Büchner verstärkt als user ‚Wolfgang Büchner SPIEGEL ONLINE’ das Team der Moderatoren, dass nach seinen eigenen Angaben gegenüber der FAZ aus einem Redakteur und mehreren Aushilfen besteht.

    Das ist eine äußerst begrüßenswerte Maßnahme, sich mit den Dingen zu beschäftigen, allerdings hat Herr Büchner lt. Profil bisher 0 Beiträge geschrieben, kein Thema erstellt, beantwortet nachweislich persönlichen Nachrichten nicht und hat angegeben, dass er keine E-Mails erhalten möchte. Kurz gefragt: Wie lautet die Botschaft?

    Zusätzlich werden Beiträge, die im SPON Forum darüber informieren, dass Wolfgang
    Büchner SPIEGEL ONLINE keine PN annimmt, obwohl er als Moderator
    ausgewiesen ist, zensiert und nicht freigeschaltet.

    4. In stern.de wurde seitens der Administration eine Diskussion mit den Benutzern über die Moderation im Forum geführt.

    Wann wird im Treffpunkt des SPON Forums der am 01.01.2007 geschlossene Thread ‚Quo vadis – Tips und Vorschläge für den Treffpunkt’, ‚Quo vadis – wohin gehst du, SpOn-Forum? Gespräche, Anregungen und Kritiken über den Kurs des Forums auf Spiegel-Online’ wieder geöffnet?

    Die Begründung der Schließung lautete: ‚Kleine Pause… …da offenbar derzeit wenig zum Thema kommt.’ – es hat sich seitdem sehr vieles zu diesem Thema aufgestaut.

    5. Die Zensur sozialer Themen wie Hartz IV durch immer kürzere Laufzeiten der Themen bis zur Schließung ist nicht nachvollziehbar und unannehmbar. Es ist auffällig, wie mit dem Thema Hartz IV umgegangen wurde und das erfordert, den Vorwurf der Parteilichkeit zugunsten der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der eigenen wirtschaftlichen Interessen des SPIEGEL zu erheben. Offensichtlich wird im SPON Forum reaktionäre Politik durch Zensur betrieben.

    Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass die Kunden des SPIEGEL und Benutzer des SPIEGEL ONLINE Forums keinesfalls ihre Persönlichkeitsrechte an der Garderobe des SPIEGEL ONLINE abgeben.

    Deshalb richten wir im Forum SPONtanum für die arg gebeutelten SPON-Benutzer einen neuen Dokumentations-Dienst zur Verhinderung von Zensur ein.

    Wir sind nach wie vor zu einem Dialog mit Ihnen über die Art der Moderation im SPIEGEL ONLINE Forum zur Erhöhung der Akzeptanz und Transparenz bereit, wenn der willkürlichen Zensur der Meinungsfreiheit bei der Moderation nachhaltig Einhalt geboten wird.

    Mit freundlichen Grüßen
    Das Forum SPONtanum.
    ActionBoard

    Anhang:
    Gedanken eines neuen SPONtanum-Foristen zu einer zensurfreien Moderation

    “Es ist grundsätzlich inakzeptabel, Äußerungen von Forenteilnehmern zu zensieren. Eine Moderation hat nur eine Aufgabe: zu moderieren, d.h. in ein Gespräch/Diskussion lenkend einzugreifen. Ein Moderator “…steuert die einzelnen Redebeiträge, greift wichtige Kernsätze auf, fasst zusammen, bremst Übereifrige, stützt Stille, vermittelt bei Konflikten. Er lenkt den Umgang mit dem Thema und bezieht die Zuhörer mit ein. Er fasst die Erkenntnisse und offenen Punkte am Ende zusammen, bedankt sich bei den Teilnehmern und verabschiedet die Zuhörer…Moderatoren werden auch zur Schlichtung oder zur Rückkehr zu einer sachlichen Diskussion, eingesetzt, wenn Diskussionen zwischen Interessengruppen eskaliert sind.” (http://de.wikipedia.org/wiki/Moderator_(Beruf))

    Eine solche Vorstellung von Moderation ist sicher für alle Teilnehmer nachvollziehbar und Moderation sollte von Seiten des SPON in dieser Art verstanden und durchgeführt werden.

    In der Regel beteiligen sich erwachsene Menschen an den Diskussionen, die nicht vor fremden Meinungen gesch ützt werden müssen. Grenzen rechtlicher Art (Beleidigung, Volksverhetzung…) sind selbstverständlich einzuhalten und können, wie auch überbordendender Redefluß oder Themaverfehlung, durch die Teilnehmer selbst via Ignoriermöglichkeit und/oder Meldung an den Moderator geahndet werden, welcher sowieso immer moderierend eingreifen bzw. weitere Sanktionen bis hin zur Sperrung des Teilnehmers verhängen kann. Eine Mitteilung an regelverletzende Foren-Teilnehmer in der Art: “Sie werden von 80% der Teilnehmer ignoriert” hätte diesbezüglich sicher disziplinierende oder demoralisierende Wirkung.

    Die Art und Weise, wie Meinungsinhalte transportiert werden (Zitate, links…), sollte ebenfalls (wieder im rechtlichen und moralischer Rahmen, etwa bei Verlinkung volksverhetzender, pornographischer oder offensichtlich Werbezwecken dienender Seiten) weitestgehend den Nutzern überlassen bleiben. Ein Forum im Internet ist ein eigenes Medium. Die Vernetzung via Links ist eines der wesentlichen Merkmale. Aber auch die Zitierunktion und Hervorhebungen usw. gehören dazu. Dies alles erleichtert die Kommunikation in der zeitversetzten und verteilten Art, wie sie nunmal im Forum geführt wird. Kurze prägnante Fremdtexte können angesichts der begrenzten Textlänge das Verständnis der wiedergegebenen Meinung verbessern. Auch hier gilt: wenn die Teilnehmer Beiträge inakzeptabel finden, können sie dies entsprechend kommunizieren und ggf. ignorieren.
    _______
    Anlagen:
    http://objectinnovation.de/kommunikation/replik_auf_antwort_begruessung_resumee.pdf
    http://object-innovation.de/kommunikation/antwort_auf_begruessung_resumee.pdf
    http://object-innovation.de/kommunikation/anschreiben_begruessung_resumee.pdf

    Man wird sehen, wie es nun weitergeht. Mein Parteibuch vermutet jedoch, dass die sich als Sturmgeschütz der Demokratie gerierende Propaganda-Klitsche aus Hamburg, die bekanntlich zu einem nicht unwesentlichen Teil Bertelsmann gehört, auch zukünftig Meinungen von Lesern unterdrücken wird, die der propagandistischen Linie der Bosse des Spiegel widersprechen. (Quelle: Mein Parteibuch)

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