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US-Militärs lenken offenbar Söldnertruppen in Georgien
Von Daniel Neun | 11.August 2008
Mit zunehmender Kriegsdauer in Georgien zeigt es sich immer deutlicher, wie tief die westlichen Militärbündnisse in den Angriffskrieg gegen Südossetien verwickelt sind. Mein Parteibuch hatte darüber berichtet, dass angeblich – nach Angaben der israelischen Geheimdienst-Webseite “DEBKAfile” – bis zu 1000 israelische Militärberater beim Überfall Georgiens auf Südossetien beteiligt waren. Berichtet wurde auch, dass sich unter den angreifenden Truppen Georgiens Söldner mit asiatischem Erscheinungsbild, schwarzer Hautfarbe und Personen aus Ländern wie der Ukraine und baltischen Ländern befanden. Der russische Regierungschef Vladimir Putin erklärt nun im Fernsehen, dass die USA Georgien militärische Transportkapazitäten zum Transport von bisher etwa 800 georgischen Soldaten aus dem Irak in das Kriegsgebiet zur Verfügung gestellt haben.
Das alles wird nun noch getoppt von der gerade eben bei der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti erfolgten Meldung, dass die etwa 2500 bis 3000 Söldner, die die georgische Regierung in ihrem Namen morden lässt, von US-Militärexperten gelenkt werden.
“US-Militärexperten lenken ausländische Söldner im Kaukasus
15:56h 11/ 08/ 2008MOSKAU, 11. August (RIA Novosti). Tausende ausländische Söldner, die im kaukasischen Krisengebiet gegen russische Einheiten kämpfen, werden von US-Militärexperten gelenkt, verlautete aus russischen Sicherheitskreisen.
„Nach unseren Angaben kämpfen von 2500 bis 3000 Söldner auf georgischer Seite gegen russische Friedenssoldaten“, sagte ein ranghoher Mitarbeiter des russischen Militär-Aufklärungsdienstes.
Die Söldner stammen unter anderem „aus der Ukraine, einigen baltischen Staaten und Kaukasus-Regionen“.
Sie werden von US-Militärexperten koordiniert und unmittelbar geleitet, hieß es. Die US-Amerikaner nähmen aber an Kampfhandlungen nicht teil. Insgesamt befänden sich rund 1000 US-Militärexperten in Georgien.
Russische Spezialeinheiten hätten mehrere Söldner-Gruppen bereits liquidiert. Einige Söldner seien gefangen genommen worden. Zurzeit werden sie verhört, hieß es.
Da die gefangenen Söldner sicherlich ins plaudern kommen, erscheint es inzwischen durchaus im Rahmen des möglichen, dass demnächst auch US-Militärs, die in der Regel wie im Irak als Mitarbeiter privater Sicherheitsfirmen auftreten dürften, gefangen werden. Interfax berichtet beispielsweise gerade, dass die russische Armee im Bezirk Senaki, etwa 270 km westlich von Tiflis, auch weit weg von Südossetien, aber mit dickem Militärstützpunkt, eine Operation durchführe, weil es dort sonst möglicherweise georgischen Truppennachschub oder Truppenreformatierungen geben könnte.
Der ganze im Auftrag der USA geführte Eroberungskrieg um eine ausgreifendere Position auf dem globalen Schachbrett der neuen Weltordnung droht nicht nur desaströs mit verlorenen Gebieten zu scheitern, sondern Putin könnte auch seine Ankündigung wahrmachen, dass die für das sinnlose Morden Verantwortlichen der Welt bekannt gemacht und zur Rechenschaft gezogen werden.
An die vor ihrem routinemäßig organisierten Massenmord vermutlich getroffene Annahme, Russland würde mindestens drei Tage brauchen, bis es nach Beginn des Blitzkrieges seine vergleichsweise schlecht ausgerüsteten Truppen einsatzbereit habe, und damit zu spät kommen, werden sich die für dieses sinnlose Morden verantwortlichen Chefs in Weißem Haus, CIA und Pentagon sicher noch lange erinnern.
Nachtrag: Übrigens, Waffen und Munition schicken die USA den georgischen Mörderbanden offenbar auch jetzt noch. (Quelle: Mein Parteibuch)
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