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    Georgien sperrt Webseiten vom Feind

    Von Daniel Neun | 11.August 2008

    Die Hoheit über die Wahrheit ist oft kriegsentscheidend. Die Kriegspartei, der es gelingt, ihre Wahrheit durchzusetzen, demoralisiert den Gegner und gewinnt den Krieg. Die Kontrolle über die Medien gehört zur psychologischen Kriegsführung. Die Regierung von Georgien sieht sich nach ihrem gescheiterten Angriff auf Südossetien sich im Krieg mit Russland. Doch die Schlacht ist trotz Mobilmachung und Kriegsrecht bereits verloren, denn die Täuschung der Weltöffentlichkeit ist misslungen.

    Die Lügen, mit denen die Regierung von Georgien den pünktlich zur Eröffnung der olympischen Spiele begonnenen Angriffskrieg begründet hat, waren so furchtbar platt und einfach zu durchschauen, dass selbst in von der CIA dominierten westlichen Medien die Invasion bestenfalls als Kriegsausbruch aus undurchsichtigen Gründen und schlimmstenfalls als Angriff Georgiens dargestellt wird.

    Der russische Regierungschef Vladimir Putin findet für Politiker wie Michail Saakaschwili, die mit Artellerie eine Stadt unter Beschuss nehmen und sich dann noch hinstellen und sagen, es gäbe “praktisch keine getöteten Zivilisten“, noch um einiges deutlichere Worte:

    „In Russland verhielt man sich immer mit großem Respekt zum georgischen Volk. Man hält es für ein Brudervolk. So bleibt es auch künftig – trotz der verbrecherischen Politik der heutigen georgischen Staatsführung. Diese wird das georgische Volk nach einiger Zeit selbst objektiv bewerten“

    Dass er ein Verbrecher ist, der wie jeder andere Mörder vor Gericht gestellt werden sollte, hört Michail Saakaschwili vermutlich gar nicht gern. Und das seine Landsleute das hören und das angesichts der Fakten womöglich für richtig halten, möchte er wohl auch nicht so gern. Die russische Nachrichtenagentur ria novosti berichtete heute, dass von Georgien aus keinerlei Webseiten mit der Domain-Endung .ru mehr aufrufbar seien. Der Versuch, die Wahrheit durch die Sperrung des russischen Internets zu definieren, klappt vielleicht für kurze Zeit.Die vielen Georgier, die dem Verbrecher an der Spitze des Staates heute glauben, werden aber um so böser werden, wenn sich herumspricht, dass sie von vorne bis hinten belogen wurden.

    Wo bleibt der internationale Aufschrei von Menschenrechtsorganisation, die die Zensur in China so scharf verurteilen? Da kommt nichts. Schließlich ist Michail Saakaschwili ein Freund der USA. Und die einschlägigen “Menschenrechtsorganisationen” sind nichts anderes als moderne Kanonenboote der CIA. Deshalb gilt für diese “Menschenrechtsorganisationen” natürlich: Es ist nicht Faschismus, wenn wir das tun. (Quelle: Mein Parteibuch)

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    Topics: Aktuell, Politik | Kommentare deaktiviert

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