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Die Versenkung der modernen Kanonenboote der CIA
Von Daniel Neun | 28.April 2008
Vom 18. Jahrhundert an bis tief ins 20. Jahrhundert hinein haben westliche Großmächte schwächere Staaten mithilfe von Kriegsschiffen dazu gebracht, sich ihnen zu unterwerfen. Sogenannte Kanonenboote, kleinere Kriegsschiffe mit einem schweren Geschütz als Hauptbewaffnung, wurden vor den Küsten, vor den Häfen und in großen Flüssen aufgefahren, um damit Bewohner und Regierungen fremder Länder einzuschüchtern.
Der deutsche Kaiser Wilhem II. hat die sogenannte Kanonenbootdiplomatie in seiner abscheulichen Hunnenrede, die er zum Auslaufen der deutschen Flotte im Jahr 1900 zur Niederschlagung chinesischen Widerstandes gegen die Kolonialisierung durch den Westen gehalten hat, auf den Punkt gebracht:
“Die Chinesen haben das Völkerrecht umgeworfen, sie haben in einer in der Weltgeschichte nicht erhörten Weise der Heiligkeit des Gesandten, den Pflichten des Gastrechts Hohn gesprochen. Es ist das um so empörender, als dies Verbrechen begangen worden ist von einer Nation, die auf ihre uralte Kultur stolz ist. … Kommst ihr vor den Feind, so wird derselbe geschlagen! Pardon wird nicht gegeben! Gefangene werden nicht gemacht! Wer euch in die Hände fällt, sei euch verfallen! Wie vor tausend Jahren die Hunnen unter ihrem König Etzel sich einen Namen gemacht, der sie noch jetzt in Überlieferung und Märchen gewaltig erscheinen läßt, so möge der Name Deutscher in China auf 1000 Jahre durch euch in einer Weise bestätigt werden, daß es niemals wieder ein Chinese wagt, einen Deutschen scheel anzusehen!”
In China erinnert man sich nun, wo der als Boxeraufstand bekannte chinesische Befreiungsversuch zwar schon 100 Jahre, aber noch keine Tausend Jahre her ist, an die Kanonenboote des Westens noch gut. Bemerkenswert ist an der Rede von Kaiser Wilhem II. nicht nur, dass er sich selbst um die laschen damals gültigen Kriegsrechtskonventionen einen feuchten Dreck scherte, sondern auch, dass er außerdem hehre Werte wie das Völkerrecht dazu benutzte, um den deutschen Angriff auf China zu rechtfertigen. Erschreckend deutlich sind die Parallelen zur heutigen Politik.
Nachdem Edward L. Bernays 1928 sein Standardwerk “Propaganda” veröffentlichte, hat es sich allmählich herumgesprochen, dass Massenmedien hochwirksame Waffen der psychologischen Kriegsführung und weitaus effektiver als Kanonenboote sind. Die Schreckensherrschaft des deutschen Nationalsozialismus demonstriert eindrucksvoll, dass sich mithilfe der Massenmedien und einer PSYOP wie dem Reichstagsbrand ein großer Teil einer Bevölkerung so manipulieren lässt, dass die widerwärtigsten Handlungen gutgeheißen und unterstützt werden. Wie das Beispiel Ruanda zeigt, sind PSYOP-Waffen auch heute noch durchaus in der Lage den Tod von Hunderttausenden von Menschen herbeizuführen.
Es verwundert wenig, dass die USA nach dem gewonnenen 2. Weltkrieg in Deutschland kaum etwas wichtigeres zu tun hatten, als die deutschen Medien neu zu organisieren und die westdeutsche Bevölkerung so proamerikanisch und antikommunistisch einzustellen. Erstaunlicher ist da schon, dass die CIA nach dem 2. Weltkrieg ein Milliardenbudget zur Steuerung amerikanischer Medien ausgab. Durch den geheimen Angriff auf die eigene Bevölkerung mit Methoden der psychologischen Kriegsführung wurde die Demokratie ad absurdum geführt.
Natürlich wurden die Massenmedien als hocheffiziente Waffen der psychologischen Kriegsführung nicht nur im “Krieg an der Heimatfront“, sondern auch zur Vorbereitung von militärischen Angriffen auf andere Länder eingesetzt. Wo das nicht reichte, wurde im Namen von Menschenrechten, Demokratie und Freiheit gemordet. Unzählige Male fielen Bomben im Namen der Demokratie vom Himmel. Dass Menschenrechte, Demokratie und Freiheit dabei nichts als ein Propagandatrick im PSYWAR waren, wird deutlich, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die USA beispielsweise Regierungsstürze im Iran, in Guatemala und in Chile organisiert haben, um demokratisch gewählte Regierungen mit blutigen Kriegshandlungen zu Gunsten von Diktatoren zu stürzen.
Nachdem die Operation Mockingbird unter Richard Nixon aufgeflogen war, brauchte Ronald Reagan ein neues Cover für den PSYWAR. Da die CIA und andere US-Regierungsorganisationen in der ganzen Welt völlig zu Recht einen denkbar schlechten Ruf haben, wurden Stiftungen wir die National Endowment for Democracy (NED), also Nationale Stiftung für Demokratie, gegründet, vom US-Kongress finanziert und mit medialen PSYWAR Aktivitäten beauftragt, die zuvor direkt von der CIA durchgeführt wurden.
Die NED ihrerseits kehrt einen Großteil der Mittel an vorgeblich unabhängige Nichtregierungsorganisationen zur Durchsetzung von Demokratie, Menschenrechten und anderen hehren Zielen aus, die ihrerseits dann den eigentlichen Kern der Propaganda-Arbeit machen und der Propaganda im Regierungsauftrag einen unabhängigen Anstrich von Glaubwürdigkeit verleihen. Glaubwürdigkeit ist ein zentraler Faktor in der psychologischen Kriegsführung, denn die Wirkung der Propaganda hängt entscheidend davon ab, für wie glaubwürdig sie gehalten wird. Es macht eben einen Riesenunterschied, ob jemand der längst als zweiter Baron Münchhausen enttarnte George W. Bush etwas sagt, oder ob scheinbar unabhängige und vernünftige Experten den gleichen Quatsch erzählen.
Die Propaganda der Symbiose aus Massenmedien und vorgeblich unabhängigen Nichtregierungsorganisationen wurde soweit perfektioniert, dass es damit möglich wurde, in fremden Ländern Regierungsumstürze zugunsten einer Machtübernahme von Marionettenregierungen der USA anzuzetteln, ohne dass ein Einsatz des Militärs notwendig war. Zahlreiche bunte Revolutionen in Osteuropa zeugen davon.
Zwischenzeitlich nehmen angeblich unabhängige Menschenrechtsorganisationen die gleiche Funktion ein, die früher Kanonenboote inne hatten. Missliebige Regierungen wie die von Kuba, Venezuela oder China werden im Auftrag der NATO nach Belieben an den medialen Pranger gestellt. Im Auftrag der NATO-Regierungen werden über NGOs und westliche Massenmedien Unruhen angezettelt, die zu Regierungsumstürzen führen können und sollen. Die Kampagnen der psychologischen Kriegsführung werden am Reißbrett geplant und von den Kanonenbooten mit militärischer Präzision ausgeführt. Die NGOs der NATO-Staaten als westliche Kanonenboote der Neuzeit bestehen jedoch nicht aus Stahl, sondern sind aufgeblasene und wie potemkinsche Dörfer dekorierte Schlauchboote, bei denen gerade die Luft entweicht.
Am durchsichtigen PSYOP-Angriff auf China haben sich die NGOs als NATO-Kanonenboote der Neuzeit nun gewaltig verschluckt. Die Kanonen der NGOs bestehen aus ethischen Vorwürfen. Den Vergleich mit der perversen Doppelmoral westlicher Regierungen braucht China jedoch nicht zu scheuen. Die Regierung von China kann nicht nur wirtschaftlich auf beeindruckende Erfolge verweisen, sondern kann außerdem für sich auch in Anspruch nehmen, in den letzten Jahrzehten nicht einen einzigen Krieg zur Eroberung fremder Länder geführt zu haben. Die US-amerikanische Regierung und ihre NATO-Marionetten in Europa haben jedoch zahlreiche Eroberungsfeldzüge mit Millionen von Toten geführt. Es ist geradezu aberwitzig wenn von Massenmördern finanzierte westliche NGOs einer friedlichen Regierung vorwerfen, die Menschenrechte zu missachten. Die NATO darf froh sein, dass China Themen wie Menschenrechte und Demokratie bisher nicht an die große Glocke hängt, denn dann würde sehr schnell auffliegen, dass die Defizite dabei im Westen weit größer als in China sind.
Jedem Kind kann es klar, dass nicht die Regierung von China vor das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag gehört, sondern sich Regierungen demokratischer NATO-Staaten sich verbrecherischer Angriffskriege zum Beispiel gegen Jugoslawien, gegen Afghanistan und gegen den Irak schuldig gemacht haben, die mit Menschenrechten absolut unvereinbar sind.
Noch aberwitziger ist der Vorwurf fehlender Demokratie in China. Die Regierung von China handelt sehr wohl im Interesse der chinesischen Bevölkerung. Die transatlantische Elite von USA und Europa handelt keineswegs im Interesse der Bevölkerung, sorgt aber durch die Verbreitung von Angst mit der gezielten Förderung von Terrorismus bis hin zu Inside Jobs wie 9/11 dafür, dass ihre Statthalter trotzdem “demokratisch” gewählt werden. Wer von dem Terrorismus profitiert, wird gar nicht mehr verheimlicht. Als ethisch-moralisches Vorbild taugt solch eine Demokratie sicher nicht.
Wenn ausgerechnet aus Ländern wie Deutschland und Frankreich Vorwürfe auftauchen, in China gäbe es zu wenig Pressefreiheit, so geht auch das in mehrfacher Hinsicht fehl. China hat auch ein durchaus nachvollziehbares Interesse daran, die chinesische Bevölkerung vor PSYOP-Angriffen mit blutigen Folgen wie die derzeitige Tibet-Kampagne zu schützen, ohne dazu eine ähnlich teure Propagandamaschine aus verlogenen Massenmedien und einseitig blinden NGOs aufbauen zu müssen, wie NATO-Länder sie sich leisten. Durchaus nachvollziehbar ist es, wenn die chinesische Bevölkerung dem Wohnungsbau den Vorzug vor dem Aufbau einer großen chineischen Medienmaschine gibt, die westlichen PSYOP-Attacken standhalten kann. Und jeder, der schon mal in eine deutsche Zensurkammer besucht hat, kann erkennen, dass in Deutschland ein ganzer Zweig der Juristerei von Zensur lebt und in Deutschland keineswegs mehr Meinungsfreiheit als in China gestattet ist. Dabei verhält sich China bei der Abwehr des PSYOP-Angriffes auch nicht ganz ungeschickt. Mithilfe von simplen Webseiten wie Anti-CNN.com erkennt die Bevölkerung gerade westliche Massenmedien und NGOs als die verlogenen Propagandamaschinen, die sie tatsächlich sind.
So ist der Preis, den die NATO-Staaten für den gerade laufenden erfolglosen PSYWAR-Angriff gegen China zu zahlen haben, der Verlust sämtlicher Reste von Glaubwürdigkeit der westlichen Massenmedien und ihrer Kanonenboote. Nicht nur CNN, Springerpresse, Bertelsmann und die NED sind als Lügenapparat im Auftrag der US-Regierung enttarnt, auch andere Lakaien wie Reporter ohne Grenzen, Albert Einstein Institution (AEI) und Human Rights Watch haben mit der Teilnahme an der Lügenkampagne jegliche Glaubwürdigkeit verspielt. Übrig bleibt nichts als Hohn und Spott.
Treffer – versenkt. Die an der Tibet-Kampagne beteiligten Medien und NGOs der NATO-Staaten dürfen vor Scham im Grund versinken. Damit passen sie bestens zu bereits bekannten dubiosen Buden wie Greenpeace und Transparency International. Mein Parteibuch wird weiterhin gerne dabei mithelfen, die modernen Kanonenboote der CIA zu versenken. (Quelle: Mein Parteibuch)
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