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Was beschädigt Internetkabel unter Wasser?
Von Daniel Neun | 6.Februar 2008
In den letzten Tagen sind ja nun einige auf dem Meeresgrund verlaufende Telekommunikationskabel kaputt gegangen, die für den Anschuss des nahen Ostens an das Internet nicht unwichtig sind. Dadurch kam es in einigen Ländern der Region wie dem Iran, Ägypten, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und auch in Indien zu Problemen mit der Internetverbindung. Insgesamt erweist sich das Internet allerdings als recht standfest. Die Verbindung von Mein Parteibuch nach Europa wird übrigens über die USA geroutet und ist deshalb bisher glücklicherweise nicht von den Störungen durch die Kabelschäden betroffen. Verlässliche Informationen zu den Störungen sind Mangelware.
Mein Parteibuch weiß selbstverständlich auch nicht, was da wirklich passiert ist, hat aber bei Freeman ein paar interessante Links gefunden.
Unklar ist sogar, wie viele Unterseekabel in der jüngsten Zeit kaputt gegangen sind. Während die Presse derzeit vier oder fünf defekte Kabel nennt, werden in einem Forenbeitrag acht defekte Leitungen genannt.
Kaputte Kabel gibt es immer wieder aus den verschiendensten Ursachen, das ist nichts besonderes. Die Häufung in der jüngsten Zeit an verschiedenen Orten ist allerdings bemerkenswert. Was mag die Kabel beschädigt haben? Dass Schiffsanker die Ursache für die Zerstörung der vor Ägypten kaputt gegangenen Unterseekabel sein könnten, verneint die ägyptische Regierung. Eine Erklärung für das Unerklärliche könnte zum Beispiel ein U-Boot sein. Dass die Hamas oder Al-Kaida über U-Boote verfügen sollen, wird sicher schwer zu erklären sein. Plausibler wäre da schon ein U-Boot wie die USS Jimmy Carter, die für solche Angriffe gut ausgerüstet ist. Wo sich die USS Jimmy Carter in den letzten Wochen aufgehalten hat und wo sie sich derzeit aufhält, ist im Internet unbekannt.
Unklar ist auch, ob das Manöver der russischen Luftwaffe irgendetwas mit kaputten Internetkabeln zu tun hat. Sollte das russische Militär jedoch von Sabotageakten ausgehen, so wäre der Einsatz des Militärs zum Bewachen der eigenen internationalen Kommunikationsinfrastruktur logisch.
Mal angenommen, es wäre ein gezielter US-amerikanischer Sabotage-Akt auf das Internet im nahen Osten, was könnte der Grund dafür sein? Die kommunikationstechnische Vorbereitung eines militärischen Angriffes auf den Iran erscheint Mein Parteibuch wenig plausibel, denn ein Krieg gegen den Iran dürfte in jeder Hinsicht undurchführbar sein. Plausibler wäre da schon die Erklärung, die auf der – möglicherweise Falun-Gong nahestehenden – Webseite china-intern nachzulesen ist. Demzufolge könnte ein Angriff auf die Telekommunikationsstrukturen im nahen Osten eine militärische Reaktion auf eine Ankündigung Saudi-Arabiens sein, ihre Ölexporte zukünftig nicht mehr in US-Dollar abzurechnen.
Aber nichts genaues weiß man nicht. Vielleicht weiß ja auch der eine oder andere Parteibuch-Leser etwas, das mehr Licht in die Sache bringt? (Quelle: Mein Parteibuch)
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